Polen streicht Liechtenstein von Black-List

Gemäss Medienmitteilung der Liechtensteinischen Regierung vom 9. Juni 2017 wurde Liechtenstein von der polnischen Black-List der Niedrigsteuerländer entfernt.

Polen reagiert damit auf das Abkommen zwischen Liechtenstein und der EU zum automatischen Informationsaustausch und zum Informationsaustausch auf Anfrage mit Anwendbarkeit ab 1. Januar 2016.

Die Streichung von der polnischen Black-List trägt zur weiteren Stärkung des Wirtschaftsstandorts Liechtenstein bei. Sie bringt in Liechtenstein ansässigen Gesellschaften steuerliche Vorteile im Bereich der Transferpreisdokumentation und der Hinzurechnungsbesteuerung (controlled-foreign-company; CFC). Sie fallen nicht mehr per se automatisch unter diese Missbrauchsgesetzgebung, sondern nur noch dann, wenn sie die spezifischen Voraussetzungen der polnischen Gesetzgebung erfüllen.

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Martin Meyer
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Aufgepasst bei Quellensteuer auf Essensentschädigung

Spesen werden üblicherweise für effektive Auslagen nach Belegen vergütet. Bei der Vergütung von notwendigen Auslagen für auswärtige Verpflegung aufgrund eines beruflichen Einsatzes können auch Fallpauschalen angewendet werden. Bei einem echten Auslagenersatz für Geschäftsspesen gehören Spesenentschädigungen nicht zum massgebenden Lohn für die Sozialversicherungen. Einige Kantone nehmen Entschädigungen für Mittagessen auf Geschäftsreisen von dieser Regel aus, selbst wenn ein genehmigtes Spesenreglement vorliegt.

Der Quellensteuer unterliegt Bruttoeinkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit. Darunter fallen zum Beispiel der Monatslohn, Provisionen, Zulagen, Gratifikationen, Trinkgelder oder geldwerte Vorteile aus Mitarbeiterbeteiligungen. Auch Ersatzeinkünfte wie Taggelder der Arbeitslosen-, Invaliden- oder Unfallversicherung und Renten der Invaliden- oder Unfallversicherung unterliegen bei quellensteuerpflichtigen Personen der Besteuerung an der Quelle. Besteuert wird grundsätzlich anhand eines progressiv gestalteten Tarifs, dessen Höhe vom Bruttoeinkommen abhängt. Einige Kantone legen der Besteuerung das monatliche Bruttoeinkommen zu Grunde. Andere verteilen die Steuerlast über einen Jahresausgleich.

Der individuelle Quellensteuertarif berücksichtigt die sozialen Gegebenheiten der steuerpflichtigen Person in mehrfacher Hinsicht. Berücksichtigt werden der Zivilstand, die Anzahl Kinder und ob eine Kirchensteuerpflicht besteht oder nicht. Auch weitere Abzüge, die ein normal Steuerpflichtiger in Abzug bringen kann – etwa Kosten (oder Teilkosten) für den Arbeitsweg, NBU-Abzug und BVG-Beitrag Arbeitgeber oder auswärtige Verpflegung –, sind im Tarif enthalten. Der Ersatz von Berufsauslagen wie Reisespesen ist grundsätzlich nicht der Quellensteuer unterworfen, solange geschäftlich bedingte effektive Auslagen gegenüberstehen. Fallpauschalen, die in einem genehmigten Spesenreglement festgehalten sind, unterliegen grundsätzlich ebenfalls nicht der Quellensteuer.

Dieser Grundsatz wird allerdings durchbrochen, wenn regelmässig Entschädigungen für Mittagessen ausserhalb des üblichen Arbeitsortes ausgerichtet werden. Das gilt sowohl, wenn ein genehmigtes Spesenreglement vorliegt, als auch bei der Abrechnung gemäss Randziffer 52 der Wegleitung zum Lohnausweis. Diese Praxis ist seit 2016 auch explizit in den Muster-Spesenreglementen beispielsweise des Kantons Zürich festgehalten. Sie stützt sich auf Randziffer 14 der Weisung zur Durchführung der Quellensteuer für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom 22. April 2016 (ZStB Nr. 28/053). Auch wenn sich viele Arbeitgeber dieser Pflicht zur Aufrechnung nicht bewusst sind, stellt die nun explizite Aufführung keine Praxisänderung dar, sondern dient der Klarstellung. Denn wenn ein Arbeitnehmer für diese Auslagen nicht selber oder nur teilweise aufkommen muss, stimmt die Quellensteuerbasis so nicht.

Mit genehmigten Spesenreglementen wurde jeweils lediglich bestätigt, dass durch die Verpflegungsentschädigungen kein zusätzliches steuerpflichtiges Einkommen realisiert wird, da die Spesenreglemente steuerlich als angemessen betrachtet werden. Inwieweit nach der Gewährung von Verpflegungsentschädigungen noch Anspruch auf den Verpflegungskostenabzug (Berufskosten) besteht, wird im ordentlichen Veranlagungsverfahren geprüft. Bei quellensteuerpflichtigen Arbeitnehmern erfolgt bei einem jährlichen Einkommen von weniger als CHF 120’000 keine ordentliche Veranlagung. Deshalb sind die im Tarif bereits eingerechneten Verpflegungskosten aufzurechnen.

Der als steuerbares Einkommen aufzurechnende Betrag im Kanton Zürich liegt derzeit bei CHF 1’600 pro Jahr bzw. CHF 133 pro Monat. Damit entspricht er dem jeweils im Quellensteuertarif eingerechneten Abzug für Mehrkosten für auswärtige Verpflegung. Von einer Aufrechnung kann nur abgesehen werden, wenn sich Mitarbeiter vereinzelt – also zirka ein bis zwei Mal pro Monat, auswärtig verpflegen müssen und dafür eine Entschädigung erhalten.

Die Praxis ist nicht ganz unumstritten, denn mit der Genehmigung von Spesenreglementen werden doch jeweils die im Reglement erwähnten Personen abgedeckt. In den bisherigen Reglementen ist keine separate Bestimmung enthalten, dass quellensteuerpflichtige Mitarbeitende anders zu behandeln wären. Der Arbeitgeber kann so nur schwer erkennen, dass das genehmigte Reglement nur mit diesem Vorbehalt anwendbar ist.

Die Unternehmen müssen die bestehenden Spesenreglemente aufgrund dieser Klarstellung nicht neu genehmigen lassen. Dennoch sollten sie ihre Lohnbuchhaltung auf entsprechende Risiken überprüfen. Für die Beurteilung der konkreten Situation empfiehlt sich in jedem Fall, die Wegleitung des Steueramtes im Sitzkanton beizuziehen.

Neuerscheinung im Mai: Die Steuergesetze des Fürstentums Liechtenstein 2017

Sammlung praxisrelevanter Steuererlasse

Im Mai erscheint die erste Auflage der neuen Gesetzessammlung „Die Steuergesetze des Fürstentums Liechtenstein 2017“. Es handelt sich hierbei um die erste kompakte Erlasssammlung dieser Art für den Steuerstandort Liechtenstein. Die Publikation umfasst die wesentlichen praxisrelevanten Steuererlasse inklusive einschlägiger Merkblätter und soll ein Handbuch und Nachschlagewerk für Praktiker mit Bezug zum Fürstentum Liechtenstein sein.

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Alle Grundsteuern unter Dach und Fach

Steuern Sie Ihr Immobilienportfolio in die richtige Richtung.

Unter manchem Dach wohnt ein Ach. Ob Jahresabschluss, An- oder Verkauf von Immobilien – als Experte wissen Sie, dass Steuern und Gebühren föderalistisch geregelt sind: Jeder Kanton hat seine eigenen Regeln. Mehr noch: Die Gesetze und Regelungen ändern sich laufend. Damit Sie stets wissen, wie viele Steuern auf Ihren Dächern lasten, sind wir bei allen Fragen zu Ihren Immobilien gerne für Sie da.

Die Gesetze für Grundstückgewinn und Handänderungssteuern unterscheiden sich von Kanton zu Kanton und ändern sich laufend. Eine besondere Herausforderung sind «latente Steuern»: verborgene Steuerlasten, die sich durch die Differenz zwischen Verkehrswert und Buchwert beziehungsweise Gestehungskosten ergeben.

Lesen Sie weiter in unserem Newsletter.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre gewohnte PwC-Ansprechperson oder einen der untenstehenden Experten

Jochen Richner
Corporate Tax Director
jochen.richner@ch.pwc.com
Florian von Felten
Corporate Tax Manager
florian.von.felten@ch.pwc.com
Dr. Niklaus Honauer
VAT Partner, Zürich
niklaus.honauer@ch.pwc.com
Philipp Aichele
Legal Director, Basel
philipp.aichele@ch.pwc.com

 

Save the date – 2. Schweizer MWST-Tagung

Am Thema Mehrwertsteuer (MWST) kommen Sie als Entscheidungsträger heute nicht mehr vorbei. Komplexität und Intensität steigen, für Schweizer Unternehmen genauso wie für ausländische. Für eine gesunde MWST-Fitness sollte Ihr Unternehmen aktiv bleiben. Wir zeigen Ihnen, wie.

An der 2. Schweizer MWST-Tagung am 31. Oktober 2017 in Bern erfahren sie Aktuelles, Wissenswertes und Praktisches zur MWST auf nationalem und internationalem Parkett.

Unsere erstklassigen Gastreferenten und erfahrenen MWST-Experten nehmen für Sie die Situation in der Schweiz, die Tücken einer MWST-Revision, die Trends in der Digitalisierung, die Kostenfrage und die globale Sachlage der indirekten Steuern unter die Lupe.

Im Mittelpunkt dieser Fachtagung steht der Dialog. So können Sie sich im angenehmen Rahmen mit unseren Referenten und Experten unterhalten, Ihre individuellen Fragen diskutieren und zugleich Ihr berufliches Netzwerk ausbauen.

Das Programm der 2. Schweizer MWST-Tagung wird in den kommenden Wochen publiziert. Registrieren Sie sich schon heute und wir werden Ihnen das Programm zustellen.

Registrieren Sie sich auf der Website um sich das Datum Vormerken zu lassen.

Kontakt

Maja de Jesus
Support Assistant Manager Tax & Legal Services, Basel
+41 58 792 57 61
maja.de.jesus@ch.pwc.com

Veranstaltungsreihe – Mehrwertsteuer im ERP-System: Wie fordert sie IT, Steuerbehörden und Steuer-Experten heraus?

Registrieren Sie sich für unsere bevorstehende Veranstaltungsreihe – Mehrwertsteuer im ERP-System. Wie fordert sie IT, Steuerbehörden und Steuer-Experten heraus?

ERP-Systeme sind oft nicht ohne weiteres Zutun oder manuelle Eingriffe dafür gerüstet, die komplexen Anforderungen der MWST korrekt, flexibel und effizient zu bewältigen.

Die gesetzlichen Anforderungen verändern sich laufend; basierend auf den Richtlinien der OECD tauschen verschiedenste Länder Daten aus oder verlangen immer detailliertere Informationen von den Steuerpflichtigen  – wir sind auf dem Weg hin zum transparenten Unternehmen.

Wir diskutieren mit unseren Kunden, sowohl den Vertretern der IT, als auch denjenigen der Steuerabteilung, und teilen mit Ihnen die Sichtweisen der Steuerverwaltung, wo die Entwicklungen hingehen.

Ziel soll es sein, Erfahrungen und Bedürfnisse auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam eine Best Practice aufzubauen, die bei Bedarf auch über die Veranstaltung hinaus in unserer «ITX ERP Support-Community» fortbestehen kann. Am Anfang stehen im Unternehmen die Fragen sowie die Koordination einer gleichen Sprache in der Zusammenarbeit von Steuer- und IT-Abteilung.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns, Sie an einer unserer Diskussionsrunden begrüssen zu dürfen.

Die Daten sind wie folgt geplant:

Zürich

  • Mittwoch, 31. Mai 2017, 16.30 Uhr Registrierung/Willkommens-Getränk
  • 17.00 Uhr Start, ab 18.00 Uhr Ende, anschliessend Apéro individuelle Diskussionen und Fragen
  • PricewaterhouseCoopers AG, Birchstrasse 160, 8050 Zürich

Bern

  • Dienstag, 06. Juni 2017, 16.30 Uhr Registrierung/Willkommens-Getränk
  • 17.00 Uhr Start, 18.00 Uhr Ende, anschliessend Apéro individuelle Diskussionen und Fragen
  • PricewaterhouseCoopers AG, Bahnhofplatz 10, 3001 Bern

Genf

  • Donnerstag, 15. Juni 2017, 16.30 Uhr Registrierung/Willkommens-Getränk
  • 17.00 Uhr Start, 18.00 Uhr Ende, anschliessend Apéro individuelle Diskussionen und Fragen
  • PricewaterhouseCoopers AG, Avenue Giuseppe-Motta 50, 1211 Genf
  • Diese Veranstaltung findet in Englisch statt. Für die Diskussion Ihrer Fragen, stehen Ihnen PwC-Kollegen aus den lokalen Niederlassungen zur Verfügung

Basel

  • Donnerstag, 22. Juni 2017, 16.30 Uhr Registrierung/Willkommens-Getränk
  • 17.00 Uhr Start, 18.00 Uhr Ende, anschliessend Apéro individuelle Diskussionen und Fragen
  • PricewaterhouseCoopers AG, St.Jakobs-Strasse 25, 4002 Basel

Das detaillierte Programm können Sie auf unserer Website www.pwc.ch/mwst-erp entnehmen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre gewohnte PwC-Ansprechperson oder einen der untenstehenden Experten

Kontakte

Ilona Paakkala
Director
ITX Technology Leader
Tel. +41 58 792 42 58
paakkala.ilona@ch.pwc.com

Sandra Wirz
Senior Manager
ITX ERP Support Responsible
Tel. +41 58 792 25 32
sandra.wirz@ch.pwc.com

Liechtenstein ist ein attraktiver Standort für gruppeninterne Finanzierungsgesellschaften

Quelle: Wirtschaft regional

Der Standort Liechtenstein bietet ideale Rahmenbedingungen

Grosse Vermögen von internationalen Konzernen werden häufig zentral über eine gruppeninterne Finanzierungsgesellschaft (sog. FinCo) bewirtschaftet. Diese ermöglicht ein effektives Liquiditätsmanagement innerhalb des Konzerns, attraktivere Zinsen auf externen Bankfinanzierungen und eine Reduktion des Finanzierungsaufwands. Je nach Grösse des Konzerns kann eine FinCo mehrere Milliarden an gruppeninternen Vermögen verwalten. Daher reagieren FinCos äusserst sensitiv auf Veränderungen der Rahmenbedingungen ihres Standortes.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

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Martin Meyer
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Wachstumsimpuls: DBA mit der Schweiz eröffnet grosse Chancen


Quelle: Volksblatt – Die Tageszeitung für Liechtenstein

Fortschritt

Das neue DBA mit der Schweiz wird vom Markt sehr gut angenommen. Zu diesem Schluss kommt das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PwC. Dass die Unternehmenssteuerreform III vom Schweizer Stimmvolk verworfen wurde, könnte Liechtenstein ebenfalls helfen.

Seit Januar ist das DBA mit der Schweiz in Kraft, auch international scheint dieses auf Interesse zu stossen. «Wir erhalten seit Beginn des Jahres aus unserem internationalen Netzwerk regelmässig Anfragen zum Standort Liechtenstein und den Möglichkeiten unter dem neuen DBA mit der Schweiz», sagt Martin Meyer, Leiter Financial and Private Wealth Services bei PwC Liechtenstein. Schliessich habe das bisher geltende Rumpfabkommen keine Möglichkeiten geboten, das Synergiepotenzial mit der Schweiz zu nutzen. «Die Risiken insbesondere bei der Verrechnungssteuer waren immens», so Meyer. Dank dem DBA können neu in Liechtenstein ansässige Personen die Schweizer Verrechnungssteuer von 35 Prozent ganz oder teilweise zurückfordern. Dies schafft laut Meyer Rechtssicherheit für private Investoren, ist aber auch für internationale Konzerne attraktiv.

Schweizer Nein hilft Liechtenstein

Eine grosse Chance für Liechtenstein sieht Martin Meyer insbesondere im Umstand, dass das Schweizer Stimmvolk im Februar die Unternehmenssteuerreform III abgelehnt hat. Denn die Schweiz ist aufgrund der internationalen Entwicklungen im Steuerbereich gezwungen, jene privilegiert besteuerten Unternehmensstrukturen abzuschaffen, welche gerade für grosse Konzerne interessant waren. Im Zuge der Unternehmenssteuerreform wären hier Ersatzmassnahmen vorgesehen gewesen. Da diese abgelehnt wurde, gibt es in absehbarer Zeit keinen attraktiven Ersatz. Mit dem neuen DBA können laut Meyer jedoch bestehende Schweizer Gesellschaften ihre Finanzierungstätigkeiten nach Liechtenstein auslagern und zwar zu attraktiven Konditionen. Hier gehe es um Milliarden an Konzernvermögen, verdeutlicht Meyer. Das Interes-se von Schweizer Rohstoffhändlern am Standort Liechtenstein habe durch das DBA bereits massiv zugenommen.

«Liechtenstein stärkt seine Position als Standort für internationale Konzerne»

Zum Interview mit Martin Meyer, Leiter Financial and Private Wealth Services bei PwC Liechtenstein

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Liechtenstein: Neues Merkblatt zur Quellensteuer auf Verwaltungsrats- und Stiftungsratsvergütungen

Anfang 2017 hat die liechtensteinische Steuerverwaltung ein neues Merkblatt zur Erhebung von Quellensteuern auf Verwaltungsrats- und Stiftungsratsvergütungen (nachfolgend „Honorare“) publiziert. Das Merkblatt führt zu mehr Klarheit, in welchen Fällen ein Steuerabzug vom liechtensteinischen Unternehmen zu erfolgen hat.

Änderung der bisherigen Regelung

Wenn das Organmitglied eine in- oder ausländische natürliche Person ist und das Honorar selbst in Rechnung stellt und vereinnahmt, haben liechtensteinische Arbeitgeber ab 01.01.2017 einen Steuerabzug von 12% auf Verwaltungsratshonoraren, Stiftungsratshonoraren und Honoraren an Mitglieder ähnlicher Organe (Protektoren, Beiräte mit Mitentscheidungskompetenzen) vorzunehmen. Bei Schweizer Verwaltungs- und Stiftungsratsmitgliedern entfällt der Steuerabzug, wenn das liechtensteinische Unternehmen als Privatvermögensstruktur (PVS) besteuert wird oder als Vermögensstruktur ohne Persönlichkeit qualifiziert. Die wesentliche Neuerung ist hierbei, dass bei selbständig Erwerbenden Verwaltungsräten (z.B. bei Anwälten mit Wohnsitz in Liechtenstein, Schweiz, Deutschland, Österreich etc.), bei denen bisher kein Steuerabzug erfolgte, neu ein Steuerabzug auf den Honoraren vorzunehmen ist.

Bei Fakturierung der Honorare über eine juristische Person (AG, GmbH etc.) ist nur dann ein Steuerabzug vorzunehmen, wenn es sich beim Vergütungsempfänger um eine ausländische juristische Person handelt und falls kein DBA zwischen Liechtenstein und dem Sitzstaat des Vergütungsempfängers existiert. Ist eine juristische Person und nicht eine natürliche Person Verwaltungsrats- oder Stiftungsratsmitglied, ist ein Steuerabzug grundsätzlich ebenfalls nur vorzunehmen, wenn kein DBA zwischen Liechtenstein und dem Sitzstaat des Vergütungsempfängers existiert. Auch hier wiederum entfällt der Steuerabzug, wenn der Vergütungsempfänger Sitz in der Schweiz hat und das liechtensteinische Unternehmen als PVS besteuert wird oder als Vermögensstruktur ohne Persönlichkeit qualifiziert.

Die verschiedenen Fallkonstellationen finden Sie hier.

Pflichten des liechtensteinischen Unternehmens

Der Vergütungsschuldner hat die geschuldete Steuer bei Fälligkeit der Honorare einzubehalten und halbjährlich der Steuerverwaltung zu überweisen (jeweils per 31. Juli und 31. Januar). Er haftet für die Entrichtung der Steuerabzugsbeträge. Zudem hat der Vergütungsschuldner dem Verwaltungsrats- oder Stiftungsratsmitglied eine Bestätigung des Steuerabzugs auszustellen.

Handlungsempfehlung

Um systematische Fehler beim Steuerabzug auf Verwaltungsrats- und Stiftungsratshonoraren zu vermeiden, empfehlen wir, die Rechnungen für Sitzungsgelder, Verwaltungsrats- und Stiftungsrats-Entschädigungen, Honorarnoten etc. zu überprüfen. Beim Wechsel von Verwaltungsrats- und Stiftungsratsmitgliedern sollte ein Prozess vorgesehen sein, bei dem die korrekte Klassifizierung des Mitglieds für den Quellensteuerabzug sichergestellt ist.

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Stay Smart: Operational Tax Academy Frühling 2017

Steuerthemen massgeschneidert vermittelt

Operational Tax ist ein komplexes und anspruchsvolles Thema für die gesamte Finanzindustrie. Darum haben wir für Sie eine Plattform errichtet: die Operational Tax Academy. Am PwC-Hauptsitz in Zürich geben unsere Experten Ihrem Steuerrechtswissen den ersten oder letzten Schliff.

Diesen Frühling stehen an der Operational Tax Academy zwölf Kurse zu Schwerpunktthemen wie QI, 871(m), CRS/AIA oder FATCA für Sie auf dem Programm. Dabei profitieren Sie von dem langjährigen Know-how und der fundierten Branchenerfahrung unserer Spezialisten. In bewusst kleinen Gruppen unterrichten wir Teilnehmende mit unterschiedlichen Vorkenntnissen und Funktionen.

Mehr über die Themen, Daten und Experten unserer Steuerseminare lesen Sie in unserem Seminarprogramm oder auf unserer Webseite www.pwc.ch/taxacademy. Ganz gleich, ob Sie die Operational Tax Academy bereits besucht haben oder das erste Mal dabei sind: Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Das Wichtigste auf einen Blick

Daten und Ort
Die Seminare finden an verschiedenen Daten im April und Mai 2017 bei PwC Zürich, Birchstrasse 160, 8050 Zürich, statt. Melden Sie sich bis jeweils zwei Wochen vor der Veranstaltung über unser Online Formular an.

Kosten
CHF 380.– (inkl. MWST) pro Person, enthalten sind die Kursunterlagen sowie je nach Seminar ein Apéro, ein Stehlunch oder ein gemeinsames Mittagessen.

Kontakt
Alessandra Sirol
+41 58 792 23 99
E-Mail

 

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