HRM2 – Zeit für eine erfolgreiche Umstellung

Nach der Verabschiedung der Gemeindeordnung durch den Kantonsrat steht fest, dass bei den Zürcher Gemeinden das Harmonisierte Rechnungsmodell 2 (HRM2) auf den 1. Januar 2019 eingeführt wird.

Die meisten Gemeinden und Städte haben sich schon frühzeitig mit den HRM2-Anforderungen und den vom Gemeindeamt zur Verfügung gestellten Anweisungen und Hilfsmittel auseinandergesetzt und Vorbereitungen für die Umstellung auf HRM2 getroffen.

Dennoch ist die Zeit knapp, um neben dem operativen Geschäft alle offenen Fragen zu klären und die Umstellungsarbeiten fristgerecht zu erledigen.

Benötigen Sie Personalressourcen oder suchen Sie fachlichen Input zur Umsetzung? Gerne unterstützen wir Sie. Profitieren Sie von unserer Erfahrung aus einer Vielzahl von Projekten zur HRM2-Einführung in anderen Kantonen und Gemeinden. Unser Public Finance Team kann Sie personell verstärken, fachlich begleiten und in allen relevanten Themengebieten unterstützen.
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Neue Schweizer „FinTech“-Regeln

Die Schweiz erlässt revidierte Bankregulierung, um den Betrieb von FinTech-Geschäftsmodellen zu vereinfachen

Am 1. Februar 2017 eröffnete der Bundesrat eine Vernehmlassung zur Modifikation der Schweizer Bankregulierung. Ziel der Revision war es, eine angemessene Regulierung für FinTech-Unternehmen zu schaffen, die ausserhalb des traditionellen Finanzsektors operieren, wobei das besondere Risikopotenzial des jeweiligen Geschäftsmodells berücksichtigt werden sollte. Die vorgeschlagene Revision beinhaltete Anpassungen sowohl beim Bankengesetz (BankG) als auch bei der Bankenverordnung (BankV). Die Vernehmlassung dauerte bis im Mai 2017.

Am 5. Juli 2017 hat der Bundesrat nun beschlossen, die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen zu verabschieden, sofern die BankV davon betroffen ist. Das neue Regime wird am 1. August 2017 in Kraft treten, so dass FinTech-Unternehmen unmittelbar von den neuen Regeln profitieren können.

Die angepassten Regeln enthalten Folgendes:

  1. Ausnahme für Abwicklungskonten: Es soll eine Ausnahme für Abwicklungskonten geschaffen werden. Diese wird es Unternehmen erlauben, Gelder während 60 Tagen in einem Abwicklungskonto zu deponieren, ohne dass ein solches Konto als Entgegennahme von Publikumseinlagen betrachtet wird, die das Vorliegen einer Bankbewilligung bedingen würde (Art. 5 Abs. 3 lit. c BankV). Die bisherige Fassung der BankV enthielt keine derartige 60-Tage-Frist, was zu gewissen Unsicherheiten führte.
     
  2. Innovationsraum («Sandbox»): Unternehmen dürfen Publikumseinlagen in der Höhe von bis zu CHF 1 Mio. halten, ohne eine Bankbewilligung beantragen zu müssen («Sandbox»). Entsprechend qualifiziert die Entgegennahme von Publikumseinlagen in einem Betrag von weniger als CHF 1 Mio. nicht als «gewerbsmässig», was eine Voraussetzung wäre, um in den Anwendungsbereich des Bankengesetzes  zu fallen (Art. 6 Abs. 2 lit. a BankV). Im Rahmen der geltenden Fassung der BankV gilt jede Entgegennahme von Publikumseinlagen von mehr als 20 Personen als «gewerbsmässig». Gemäss revidierter BankV ist die Anzahl der Personen, von denen Einlagen entgegengenommen werden, belanglos, sofern die Schwelle von CHF 1 Mio. nicht überschritten wird. Ausserdem dürfen die entgegengenommenen Gelder weder investiert noch verzinst werden (Art. 6 Abs. 2 lit. b BankV). Schliesslich müssen die Personen, welche die Gelder zur Verfügung stellen, informiert werden, dass das entsprechende Geschäftsmodell nicht von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) beaufsichtigt wird und dass die Regeln über die Einlagesicherung nicht anwendbar sind (Art. 6 Abs. 2 lit. c BankV). Dieser neue Innovationsraum wird es FinTech-Unternehmen ermöglichen, neue experimentelle Geschäftsmodelle auszuprobieren, ohne unmittelbar eine Bankbewilligung beantragen zu müssen.

Insgesamt werden diese Anpassungen der BankV die Ausübung von Tätigkeiten von FinTech-Unternehmen in der Schweiz erheblich vereinfachen. Zudem ist die Revision der BankV ein weiterer Beweis der Entschlossenheit der Schweizer Regierung, die regulatorischen Rahmenbedingungen konstant zu verbessern und neu zu gestalten, um die Schweiz dadurch als zentralen FinTech-Hub zu fördern.

Ihre Ansprechpartner:

Guenther Dobrauz
Partner|Leader PwC Legal Services Switzerland
Tel. +41 58 792 1497
guenther.dobrauz@ch.pwc.com

Tina Balzli
Director|Legal FS Regulatory & Compliance Services
Tel. +41 58 792 1554
tina.balzli@ch.pwc.com

Simon Schären
Manager |Legal FS Regulatory & Compliance Services
Tel. +41 58 792 1463
simon.schaeren@ch.pwc.com

Part 3/3: Client-Onboarding-Prozess – entscheidende Erfolgsfaktoren sind Effizienz, Effektivität und ein einzigartiges Kundenerlebnis

Hauptvorteile eines durchgängigen (Front-to-back-)Onboarding-Prozesses

In unseren letzten beiden Blogs konnten Sie darüber lesen, warum Banken darüber nachdenken, ihren Kunden-Onboarding-Prozess zu erneuern (lesen Sie hier mehr dazu), und wir gaben einen ersten Einblick über die sieben Schritte hin zu einem optimierten, komplett digitalen Onboarding-Prozess (lesen Sie hier mehr dazu).

Auf dem Weg hin zum optimalen Onboarding-Prozess werden wir die folgenden fünf wichtigsten Vorteile gemeinsam mit Ihnen umsetzen:

1

Einen durchgängigen (Front-to-back-)Onboarding-Prozess: Informationen fliessen nahtlos von den Fronteinheiten zum Backoffice und ermöglichen ein Echtzeit-Status-Reporting.

2Transparenz in Bezug auf Beratung und Unterstützung: Schwierigkeiten werden in einer strukturierten Art und Weise angesprochen, sowie ein klarer Eskalationsprozess wird definiert.

3Effizienz: Ein durchgängiger (Front-to-back-)Prozess reduziert die Durchlaufzeit drastisch, führt zu einem besseren Kundenerlebnis und senkt die Kosten.

4Digitalisierung und Automatisierung: Der neue Prozess verbessert die Erfüllung von Compliance-Anforderungen durch die Reduktion von menschlichen Fehlern und ermöglicht eine Audit-konforme Dokumentation.

5Eindeutige und aufschlussreiche Kennzahlen: Kennzahlen ermöglichen einen Vergleich zwischen verschiedenen Teams und sind die Basis für weitere Verbesserungen.

PwC ist bewusst, dass Ihre Bank individuelle Bedürfnisse hat und daher eine massgeschneiderte Lösung für das Onboarding von neuen Kunden notwendig ist. Ein optimales Target Operating Model (TOM) berücksichtigt die speziellen Eigenschaften Ihrer Bank und garantiert einen Compliance-konformen Prozess ohne Einschränkungen beim Kundenerlebnis. PwC unterstützt Sie gerne auf dem Weg zum neuen Onboarding-Prozess.

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Bitte kontaktieren Sie unsere Experten:

DaanDr. Marcel Tschanz
PwC Partner Advisory
marcel.tschanz@ch.pwc.com
+41 79 540 60 80

DaanMarc Achhammer
PwC Director Advisory
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+41 78 850 66 66

Oder unsere Spezialisten:

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PwC Advisory Assistant Manager
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+41 58 792 20 01

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+41 58 792 16 03

Part 2/3: Client-Onboarding-Prozess – entscheidende Erfolgsfaktoren sind Effizienz, Effektivität und ein einzigartiges Kundenerlebnis

In sieben Schritten zu einem schlanken und digitalen Onboarding-Prozess

CyberThreatLandscapeSwitzerlandSie kämpfen mit einem verstaubten Onboarding-Prozess, der nicht nur im Hinblick auf neue Regulatorien, sondern auch in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Effizienz an seine Grenzen stösst (Teil 1/3)? PwC präsentiert einen 7-Stufen-Plan, wie Sie Ihr Client Onboarding zu einem schlanken, anpassbaren und hoch digitalisierten Erlebnis machen können.

1. Status-quo-Bewertung
2.Vision Ihres zukünftigen Prozesses
3. Realisierung von Verbesserungen auf verschiedenen Ebenen
4. Silos einreissen
5. Pilot starten
6. Rollout durchführen
7. Kennzahlen definieren und Erfolg messen

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

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Part 1/3: Client-Onboarding-Prozess – entscheidende Erfolgsfaktoren sind Effizienz, Effektivität und ein einzigartiges Kundenerlebnis

Warum Banken auf der Suche nach einer grundlegenden Neugestaltung ihrer Kunden-Onboarding-Prozesse sind

CyberThreatLandscapeSwitzerlandEin Sprichwort besagt: Es gibt keine zweite Chance, einen ersten guten Eindruck zu hinterlassen, und das gilt sicherlich für den Client-Onboarding-Prozess bei einer Bank. Finanzdienstleistungsinstitute, die ihre Effizienz und Effektivität sowie die Kundenerlebnisse (Customer Experience) im Onboarding-Prozess nachhaltig optimieren, werden gegenüber ihren Mitbewerbern im Vorteil sein.

Nicht nur im Ausland domizilierte Bankkunden, sondern häufig auch Schweizer Privatkunden sind oft erstaunt darüber, wie viel Zeit vergeht und welcher umfangreiche Papierstapel notwendig ist, bis sie als neue Kunden bei einer Schweizer Bank aufgenommen werden. Für die Bank auf der anderen Seite bedeutet dies unter Umständen, über Wochen oder sogar Monate hinweg einen hohen, ineffizienten Prüfaufwand in Kauf zu nehmen. Dies aufgrund zunehmend komplexer Genehmigungsprozesse und infolge der Anforderung, erhöhte Risikomerkmale bei den potenziellen Kunden zu erkennen respektive sämtliche kundenabhängigen regulatorischen Anforderungen bei der Neuaufnahme einzuhalten.

Unsere Gesprächspartner innerhalb der Bankenbranche weisen darauf hin, dass die Dichte von regulatorischen Anforderungen es zunehmend erschwert, das optimale Gleichgewicht zwischen Benutzerfreundlichkeit, fortschrittlichem Kundenerlebnis und gleichzeitiger Prozesseffizienz und -effektivität entlang des Onboarding-Prozesses aufrechtzuerhalten.

Zahlreiche Vorschriften – z. B. Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) oder „Markets in Financial Instruments Directive“ (MiFID II) sowie FIDLEG, FinfraG –, welche die Informations- und Anbahnungs-anforderungen von und an die Kunden nachhaltig verändern, zwingen Banken, ihre Weisungen, Prozesse und Systeme systematisch anzupassen. Mehrere Finanzdienstleister sehen darin jedoch eine Chance und haben damit begonnen, Benutzerfreundlichkeit, Effizienz und Effektivität als potenzielle Unique Selling Propositions (USPs) zu nutzen, um sich dadurch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil bei der Neukundengewinnung zu verschaffen.

PwC kann Sie bei der Umsetzung einer geplanten Neugestaltung Ihres Onboarding-Prozesses zielgerichtet unterstützen, damit Sie das Fundament für ein stark verbessertes Nutzenversprechen an Ihre Kunden legen können – hin zu einer optimierten Prüf- und Kontrollautomatisierung, einer komplexitätsabhängigen Prozessmodularisierung, einer geräteunabhängigen End-to-End-Digitalisierung sowie einer kundenspezifischen Individualisierung.

 

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Schweizer Spitäler: So gesund waren die Finanzen 2015

Die Dynamik im Schweizer Spitalwesen nimmt weiter zu. Neue Betriebsmodelle werden etabliert, Strukturen konsolidiert, Angebote neu ausgerichtet und Prozesse optimiert. Ein wesentlicher Treiber dahinter sind die Vorgaben zur Spitalfinanzierung, die einen regulierten Wettbewerb anstreben und zunehmend Wirkung zeigen.

Die vorliegende Studie ist die fünfte seit 2011. Damit zeigen wir Ihnen auf, wie gesund die Finanzkennzahlen der Schweizer Spitäler und Psychiatrien im Jahr 2015 waren und welche Massnahmen Verbesserungspotenzial versprechen.

Download

Schweizer Spitaeler_So gesund waren die Finanzen 2015

Mehr über unsere aktuelle Studie erfahren Sie hier.

Public Finance Roundtable

Stabile Finanzen bei instabilen Aussichten

Online-Anmeldung

Am 24. November 2016 findet wieder unser jährlicher Roundtable im Bereich des öffentlichen Finanz- und Rechnungswesens statt.

Neben viel Raum für Diskussionen und Fragen erwarten uns folgende Referate:

  • Datenmodelling für Verwaltungen
    Dr. Jörg Gerigk, PwC
  • Fiskalregeln und Schuldenbremsen auf subnationaler Ebene
    Prof. Dr. Andreas Bergmann, ehemaliger IPSAS Chair/Dr. Nadia Yerly, ZHAW
  • Erwartungen der Politik zur Entwicklung der öffentlichen Finanzen
    Nationalrat Franz Grüter, SVP, Mitglied Finanzkommission

Wir freuen uns, Sie zu einem interessanten Nachmittag mit konstruktiven Diskussionen und einem anregenden Gedankenaustausch zu empfangen.

Datum & Zeit:
Donnerstag, 24.11.2016, 13:30-17:00 Uhr

Ort:
PwC Bern
Bahnhofplatz 10, 3001 Bern

Kosten:
Der Anlass ist kostenlos.

Anmeldung:
Registrieren Sie sich mit dem untenstehenden Link oder senden Sie eine E-Mail an Nathalie Fretz.

Online-Anmeldung

Liechtenstein plant die Umsetzung des AIA mit 32 weiteren Staaten

Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 11. Oktober 2016 den Bericht und Antrag betreffend die Notifikation der Partnerstaaten gemäss der Multilateralen Vereinbarung der zuständigen Behörden über den automatischen Informationsaustausch (AIA) über Finanzkonten (MCAA) verabschiedet. Die Regierung schlägt dem Landtag einen massgeblichen Ausbau der Partnerjurisdiktionen für einen AIA ab dem Jahr 2018 mit Bezug auf Meldedaten ab dem 1. Januar 2017 vor. Die (provisorische) Liste umfasst folgende Staaten und Jurisdiktionen:

Andorra Chile Japan Monaco
Anguilla China Jersey Neuseeland
Argentinien Färöer Inseln Kanada Norwegen
Australien Grönland Korea Saint Vincent and the Grenadines
Belize Guernsey Kuwait San Marino
Bermuda Island Malaysia Seychellen
Britische Jungferninseln Indien Mauritius Südafrika
Cayman Island Isle of Man Mexiko Turks and Caicos Islands

Zwischen Liechtenstein und den 28 EU-Mitgliedsstaaten erfolgt der AIA auf Basis eines Abkommens vom 28. Oktober 2015, welches am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist und einen ersten Austausch im Jahr 2017 vorsieht. Für die genannten 32 weiteren Staaten und Jurisdiktionen ausserhalb der EU soll nun der AIA bereits ein Jahr später umgesetzt werden.

Würdigung

Die bilaterale Aktivierung des AIA mit genannten Staaten und Jurisdiktionen wird nun dem Landtag zur Genehmigung unterbreitet. Die liechtensteinische Regierung hält sich bei der Umsetzung des AIA mit weiteren Ländern an die Eckpunkte der beschlossenen Finanzplatzstrategie. Als so genannter Early Adopter wird Liechtenstein nun in einem zweiten Schritt nach der EU den AIA mit 32 weiteren Partnern umsetzen. Die kurze Umsetzungsfrist unterstreicht die Agilität des Finanzplatzes.

Wird der AIA bald global?

Die OECD erstellt derzeit aufgrund der Rückmeldungen der einzelnen Staaten eine Liste, die die einzelnen Länder und deren geplante Partnerstaaten enthält. Die Staaten wurden aufgefordert, dem Koordinierungsgremium des MCAA, dessen Sekretariat bei der OECD angesiedelt ist, eine Liste von geplanten Partnerstaaten zu übermitteln.

Sowohl die OECD, das Global Forum wie auch die G20 erwarten, dass alle Länder den AIA bis spätestens 2017 (für einen Austausch im Jahr 2018) umfassend umsetzen. Der Spielraum der einzelnen Länder ist sowohl in Bezug auf die Partnerwahl als auch bezüglich der zeitlichen Dimension sehr klein. Die nötigen nationalen Genehmigungsverfahren sind daher zügig durchzuführen. Die einzige internationale Grundlage für ein Aufschieben der Umsetzung des AIA mit einem bestimmten Land ist, wenn im „Confidentiality Assessment“ Mängel festgestellt wurden.

Es ist generell festzustellen, dass die meisten Länder – gerade auch die EU Mitgliedstaaten – den AIA ab 2017 oder 2018 mit einer grossen Zahl von geeigneten Partnerstaaten in einem „big bang“-Ansatz auf Basis des MCAA umsetzen wollen. Es bleibt abzuwarten wie sich einzelne Staaten positionieren werden und wie rasch die Globalisierung des AIA voranschreiten wird.

Ansprechpartner

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Martin Meyer
PwC | Director
Office: +41 58 792 42 96
Mobile: +41 79 348 36 13
Email
PricewaterhouseCoopers GmbH
Austrasse 52 | Postfach | FL-9490 Vaduz

 

 

Bieri_Ralph_70735
Ralph Bieri
PwC | Senior Manager
Office: +41 58 792 72 76
Mobile: +41 79 643 14 37
Email
PricewaterhouseCoopers AG
Vadianstrasse 25a | Neumarkt 5 | 9001 St. Gallen

 

AIFM und AIF Pass für Liechtenstein

Die EU-Richtlinie über die Verwalter alternativer Anlagefonds (AIFM-RL oder AIFMD) ist zweifelsfrei eines der wichtigsten Regularien der letzten Jahre und hat die betroffene Industrie nachhaltig beeinflusst.

Das Fürstentum Liechtenstein hat diese Entwicklung früh vorausgesehen und diese neuen Bestimmungen nicht nur sehr schnell ins nationale Recht umgesetzt, sondern dabei auch die Gelegenheit genutzt, dem Markt ein differenziertes Produkt und Institutsangebot zur Verfügung zu stellen.

Entsprechend Informationen der liechtensteinischen Regierung hat nunmehr auch der gemeinsame EWR-Ausschuss die Übernahme der sogenannten AIFM-Richtlinie in den EWR-Vertrag unterzeichnet. Somit haben ab 1. Oktober 2016 liechtensteinische alternative Investmentfonds (AIF) und alternative Investmentfondsmanager (AIFM) über das sog. Passporting-System effizient und gleichberechtigt Zugang zum EWR-Binnenmarkt, also zu den 28 EU-Staaten und den EWR/EFTA-Staaten Norwegen und Island.

Bisher konnten bereits Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW), bekannt unter dem englischen Namen Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities (UCITS), von Liechtenstein aus im europäischen Binnenmarkt vertrieben werden. Ab 1. Oktober 2016 gilt dies nun auch für den Bereich der AIF.

Durch die erfolgte Übernahme der AIFM-Richtlinie hat Liechtenstein in den beiden Fondsbereichen UCITS und AIF die gleichen Zugangsmöglichkeiten wie EU-Staaten und ist durch seine auf das Ausland gerichteten Aktivitäten und die spezifischen Vorteile gegenüber anderen Standorten in Europa für Finanzunternehmen aus Nicht-EWR-Staaten ein ideales Eingangstor in den europäischen Markt. Aber auch Unternehmen aus EU-Ländern nutzen bereits die hervorragenden Rahmenbedingungen Liechtensteins wie z.B. die schnellen und effizienten Zulassungsprozesse, das attraktive Steuersystem für Fonds und Unternehmen, den hohen Anlegerschutz, die kapitalkräftigen und sicheren Banken und die kurzen Wege zwischen Fondsgesellschaften, Dienstleistern und Aufsicht und legen Fonds nach liechtensteinischem Recht auf.

Kontakt:

Dr. Günther Dobrauz
Partner
+41 58 792 14 92
guenther.dobrauz@ch.pwc.com

Neue Empfehlung der ESMA zum AIFMD-Pass

Die «European Securities and Markets Authority (ESMA)» hat heute ihre Empfehlung zur Antragstellung auf den «Alternative Investment Fund Managers Directive (AIFMD)»-Pass für nicht-EU «Alternative Investment Fund Managers (AIFMs)» und «Alternative Investment Funds (AIFs)» in zwölf Ländern veröffentlicht. Darunter ist auch die Schweiz.

Hier gelangen Sie zur Mitteilung der ESMA.

Bei Fragen zur Thematik steht Ihnen unser Experte Günther Dobrauz gerne jederzeit zur Verfügung.

Kontakt:
Günther Dobrauz
Partner Tax and Legal
guenther.dobrauz@ch.pwc.com
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Privat: +41 79 894 5873