Swiss GAAP FER Checkliste zur Offenlegung

In der Schweiz ist Swiss GAAP FER ein anerkannter Rechnungslegungsstandard im Sinne von Art. 962 Obligationenrecht. Diese Checkliste soll den Benutzern von nach Swiss GAAP FER erstellten Jahresrechnungen zur Überprüfung der vollständigen Offenlegung dienen. Sie umfasst alle Anforderungen der aktuell gültigen Swiss GAAP FER (Stand 10. Dezember 2014).

Die Checkliste folgt dem modularen Aufbau von Swiss GAAP FER. Sie ist abschlusspostenbezogen aufgebaut und unterscheidet zwischen Kern-FER und den weiteren Standards des gesamten FER-Regelwerkes sowie den besonderen Vorschriften für Konzernrechnungen und für kotierte Unternehmen.

Hier können Sie die Publikation herunterladen.

Der Leasingstandard IFRS 16 tritt laut Ankündigung des IASB am 1. Januar 2019 in Kraft

Leasing ist eine wichtige finanzielle Möglichkeit, die von vielen Unternehmen wahrgenommen wird, um Liegenschaften, Produktionsanlagen und Mobilien zu nutzen, ohne anfänglich grössere Zahlungsmittelabflüsse in Kauf nehmen zu müssen. Nach der derzeitigen Regelung verbuchen die Leasingnehmer die entsprechenden Transaktionen entweder ausserhalb der Bilanz als operatives Leasing oder in der Bilanz als Finanzierungsleasing. Unter dem neuen Standard werden die Leasingnehmer nun fast jedes operative Leasingverhältnis in der Bilanz verbuchen müssen. Dabei soll ein Nutzungsrecht als Bilanzaktivum das Recht widerspiegeln, den betreffenden Vermögensgegenstand für einen bestimmten Zeitraum gegen Zahlung der Leasingraten zu in Gebrauch zu nehmen. Das Bilanzierungsmodell für den Leasinggeber bleibt im Grundsatz unverändert.

Worum geht es dabei?

Da nahezu alle Unternehmen auf Miet- oder Leasingverhältnisse für Vermögensgegenstände zurückgreifen, wird der neue Standard die meisten Firmen betreffen. Die Bilanzen werden sich verlängern, der Verschuldungsgrad erhöht sich, und die Kapitalquoten werden sinken. Sowohl der Charakter der Aufwendungen als auch der zeitliche Anfall der Aufwendungen werden sich verändern. Der neue Standard wird sich auf fast alle gängigen Finanzkennzahlen auswirken, darunter Gearing Ratio, Liquiditätsgrad, Kapitalumschlagshäufigkeit, Zinsdeckungsgrad, EBIT, Betriebsergebnis, Reingewinn, EPS, ROCE, Eigenkapitalrentabilität und Operating Cashflow. Dies kann wiederum Auswirkungen auf die Vereinbarungen des Unternehmens mit verschiedenen Stakeholdern wie Banken und Kreditgebern, Investoren, Analysten und Mitarbeitern haben und Anlass dazu geben, zukünftige Leasing- versus Kaufentscheidungen noch einmal zu überdenken. Die Folgen für die Buchhaltung und die Finanzen sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Die neuen Regeln sind so durchschlagend, dass sich die Unternehmen möglicherweise dazu gezwungen sehen werden, ihre Geschäftsprozesse in vielen Bereichen stark anzupassen, darunter Finanzwesen und Buchhaltung, IT, Beschaffung, Steuern, Treasury, Recht, operativer Betrieb, Immobilien und HR.

Wie können wir helfen?

Die reine Literatur ist manchmal sehr formell und häufig komplex. Daraus eine praxisgerechte Anwendung auf die spezifischen Faktoren und Gegebenheiten Ihres Unternehmens abzuleiten, kann eine Herausforderung sein. Wir verfügen über ein weltweit tätiges Team von Leasingspezialisten, die Sie bei folgenden Tätigkeiten unterstützen können:

  • Ist-Analyse: Wir helfen Ihnen dabei, zu verstehen, welche Auswirkungen der Standard für Sie haben wird, wie Sie das Bewusstsein dafür stärken können, was Sie tun müssen und wen Sie für die Umsetzung einbinden müssen.
  • Erstellung einer Roadmap: Wir können Sie im Umsetzungsprozess beim Projektmanagement unterstützen und sicherstellen, dass Ihre Governance-Struktur angemessen ist.
  • Beratung bei der Vorgehensweise: Der neue Standard setzt ein tiefes Verständnis für Leasing, die anwendbaren Leitlinien sowie die neuen Interpretationen und Ermessenspielräume voraus. Mit unserer Expertise und unseren Umsetzungstools können wir Ihnen helfen, alles richtig zu machen.
  • Leasingdatengewinnung und -analyse: Wir verfügen über automatisierte Tools zur Erhebung der relevanten Daten sowie weitere Analyse- und Modellierungstools, die Ihnen helfen, die Auswirkungen des neuen Leasingstandards zu verstehen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  • Anpassung Ihrer Geschäfts- und Leasingstrategie: Wie Sie sicher realisieren, können die neue Leasingbilanzierung und die erhöhte Transparenz zu Veränderungen in Ihren Leasingverträgen führen und auch Ihre Entscheidungsprozesse über Leasing vs. Kauf beeinflussen. Wir können Sie dabei unterstützen, die Risiken einzuschätzen, Kosteneinsparungspotenziale zu identifizieren und Ihr Leasingportfolio zu optimieren.
  • Softwareauswahl und -implementierung: Um die Anforderungen des neuen Leasingstandards zu erfüllen, müssen Sie allenfalls neue Systeme, Geschäftsprozesse und Kontrollen einführen. Wir kennen uns mit Leasingsoftware aus und können Ihnen dabei helfen, sich für die richtigen Anbieter und Softwareanwendungen zu entscheiden und diese zielführend zu implementieren.

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir zeigen Ihnen gerne auf, wie wir helfen können, Ihre Finanzberichterstattung an die neuen Anforderungen des Leasingstandards anzupassen – und wie Sie die Transformation Ihres Leasinggeschäfts und Ihrer Prozesse effizient und angemessen umsetzen.

Kontakte

Capital Markets and Accounting
Advisory Services (CMAAS)
Assurance IFRS Technical Office
Christophe Bourgoin
Partner
+41 58 792 25 37
christophe.d.bourgoin@ch.pwc.com
David Mason
Partner
+41 58 792 94 90
david.mason@ch.pwc.com
Christian Witte
Senior Manager
+41 58 792 25 67
christian.witte@ch.pwc.com
Gesa Mannigel
Director
+41 58 792 24 54
gesa.mannigel@ch.pwc.com
Daniel Knechtli
Senior Manager
+41 58 792 26 41
daniel.knechtli@ch.pwc.com

Weitere neue Veröffentlichungen von PwC über IFRS 16

PwC mit Vorreiterrolle bei neuem Revisionsbericht

PwC hat in der Schweiz als Antwort auf die Forderung nach einer umfassenderen Berichterstattung infolge der Finanzkrise ihren ersten Revisionsbericht nach den neuen Bestimmungen des International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) ausgestellt.

Der neue Revisionsbericht stellt dank wegweisender Änderungen für Aktionäre, Investoren, Kunden und Prüfer eine echte Revolution dar. Die Auswirkungen der neuen Bestimmungen gehen weit über Anpassungen von Standardformulierungen hinaus. Sie bieten Unternehmen und ihren Prüfern die grosse Chance, das Vertrauen an den Kapitalmärkten und ihre Reputation zu stärken.

Die Änderungen durch den neuen Revisionsbericht gewähren tiefere Einblicke und mehr Transparenz

Die bedeutendste Neuerung der neuen Standards sind die sogenannten «Key Audit Matters» (besonders wichtige Prüfungssachverhalte). Dieser neue Bestandteil des Berichts gibt Auskunft darüber, welche Sachverhalte aus Sicht des Prüfers im Rahmen der Abschlussprüfung für das laufende Geschäftsjahr am wichtigsten waren und wie diese in der Prüfung angegangen wurden. Der Prüfer erhält so die Möglichkeit, in der individuellen Beschreibung der Prüfungsschwerpunkte aussagekräftige Anmerkungen und Erläuterungen zu ergänzen.

Auch die Unternehmensfortführung (going concern) wird im neuen Revisionsbericht stärker herausgestellt. Diesbezüglich wird sowohl die Verantwortung des Managements als auch die der Revisionsstelle beschrieben.

Wir sind überzeugt, dass die Änderungen im Zuge der neuen Prüfungsstandards zu mehr Transparenz und Vertrauen führen – und für unsere Kunden und ihre Ansprechgruppen einen langfristigen Nutzen bringen.

In der Schweiz gelten die neuen Prüfungsstandards für börsenkotierte Unternehmen, deren Geschäftsjahre am oder nach dem 21. Dezember 2016 enden, wobei eine Frühanwendung für das Geschäftsjahr 2015 möglich ist. In Grossbritannien und in den Niederlanden ist der neue Bericht bereits eingeführt.

Weitere Informationen können Sie in unserem Disclose-Artikel nachlesen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zum neuen Revisionsbericht an Matthias Jeger oder Ihren bisherigen Ansprechpartner bei PwC.

 

Das neue Rechnungslegungsrecht in der Praxis

2015 New Accounting Law ZurichWir haben das Seminar „Das neue Rechnungslegungsrecht in der Praxis“ in der Schweiz gesamthaft 18 Mal und an sechs Standorten durchgeführt. Gesamthaft konnten wir damit über 950 Teilnehmer schulen, die das entsprechende Zertifikat am Ende der Veranstaltung erhielten. Das Interesse war gewaltig, denn das alte Recht war 20 Jahre in Kraft, und das neue Rechnungslegungsgesetz wird auch sehr lange gültig sein. Es lohnt sich also, es „richtig“ zu lernen.

Das Wichtigste in Kürze

Das neue Recht umfasst 15 Seiten und beinhaltet etwa 30 Paragraphen. Es ist eher allgemein gehalten. Das neue Rechnungslegungsrecht hat das Ziel, es Dritten zu ermöglichen sich ein zuverlässiges Bild über die Finanzlage eines Unternehmens bilden zu können.

  • Die Schweiz hält weiterhin am Konzept der stillen Reserven fest, und gleichzeitig wird eine moderne Rechnungslegung eingeführt.
  • Es werden Abschlüsse in einer fremden Währung zugelassen.
  • Das Herzstück des neuen Rechnungslegungsgesetzes ist sicherlich das Prinzip der Einzelbewertung. Hier sind die Auswirkungen des neuen Gesetzes am grössten. Von einer Einzelbewertung kann abgesehen werden, wenn die Gleichartigkeit der Aktiven und Verbindlichkeiten eine Zusammenfassung als Gruppe rechtfertigt. Diese Ausnahmeregelung beschäftigt uns in der Praxis sehr. Auch im Seminar wurde dieser Punkt angeregt diskutiert.
  • Wichtig im gesamten Regelwerk ist der Anhang zur Jahresrechnung, der durch qualitative und quantitative Angaben sehr zur Transparenz des Abschlusses beiträgt.
  • Ein Schwerpunkt im Seminar waren auch die steuerlichen Konsequenzen, denn am Ende steht oder fällt der Abschluss mit den Steuern. Unsere Steuerexperten haben auf die Fallstricke wie die Einzelbewertung des neuen Rechnungslegungsgesetzes hingewiesen. Ein offenes Gespräch mit den Steuerbehörden ist sicherlich hilfreich und zu empfehlen.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern für die regen sowie spannenden Diskussionen bedanken. Das Unterrichten hat uns viel Spass gemacht. Wir hoffen, dass die Themen gut ausgewählt waren und praxisgerecht präsentiert wurden.

Nun wünschen wir allen eine erfolgreiche Umsetzung des neuen Rechnungslegungsgesetzes. Nutzen Sie die Chance, um eine gute Lösung zu implementieren. Gerne stehen das gesamte Referententeam und ich (Tel. +41 79 742 67 41) für Fragen zur Verfügung.

Dokumente, die Ihnen die Umsetzung erleichtern

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In unseren beiden Broschüren „Das neue Rechnungslegungsrecht“ und „Das neue Rechnungslegungsrecht in der Praxis“ finden Sie nochmals die wichtigsten Informationen. Machen Sie sich die Umsetzung des neuen Rechnungslegungsrechts so einfach wie möglich, und nutzen Sie die Musterjahresrechnung, die PwC für Sie entwickelt hat. Dieses Excel-File soll Ihnen die Sicherheit geben, dass Ihre Jahresrechnung den neuen Anforderungen entspricht. Sie können es hier kostenlos herunterladen.

IFRS 9 für Versicherer

IFRS 9 Finanzinstrumente wird 2018 eingeführt

Die Umsetzung des neuen Standards dürfte die Versicherer vor Herausforderungen stellen, besonders mit Blick auf den damit einhergehenden Entwurf des Standards für Versicherungsverträge, der zurzeit finalisiert wird. Die Versicherer sollten damit anfangen, die Auswirkungen für ihr Unternehmen zu bewerten.

IFRS 9

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IFRS 9: Betrifft alle IFRS-Anwender

Der neue Rechnungslegungsstandard für Finanzinstrumente betrifft nicht nur die Banken. Die Einführung des Expected-Loss-Wertminderungsmodells bedeutet Mehraufwand, das neue Hedge Accounting bringt jedoch mehr Spielraum. Anwender sollten IFRS 9 frühzeitig angehen.

Themen dieses Artikels

  • Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
  • Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten
  • Wertminderungen
  • Finanzielle Vermögenswerte im Überblick
  • Hedge Accounting

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Fazit

Die Auswirkungen von IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • IFRS 9 betrifft alle Unternehmen.
  • Gerade die Einführung des neuen Expected-Loss-Modells für Wertminderungen für grössere Portfolios ist mit einem beachtlichen Aufwand verbunden.
  • Das neue Hedge Accounting bietet Industrieunternehmen attraktive Erleichterungen und neue Möglichkeiten.
  • IFRS 9 sollte frühzeitig im Unternehmen analysiert und adressiert werden.

Das Audit Committee

Praxiswissen für Audit-Committee-Mitglieder hinsichtlich der Anforderungen und Aufgaben

Mit der vorliegenden Publikation fassen wir den aktuellen Stand von gesetzlichen, regulatorischen und De-facto-Vorschriften sowie den gelebten Alltag eines Audit Committee für Sie zusammen. Dabei beleuchten wir von den Industrieunternehmen bis zu den Finanzinstituten diverse Aspekte aus allen in der Schweiz relevanten Wirtschaftsbereichen.

Erfahren Sie mehr…
Das Audit Committee