Integrated Thinking und Acting – Meinungspapier der Universität St. Gallen und von PwC Schweiz

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Integrierte Unternehmenssteuerung im Kontext moderner Performance Management Systeme

Es steht ausser Frage, dass die finanzielle Performance von entscheidender Bedeutung für Führungskräfte eines Unternehmens ist. Die nichtfinanzielle Performance führt häufig ein Schattendasein und ist eher ein Thema für spezialisierte Abteilungen wie das Berichtswesen oder eine eigene Abteilung im Bereich Nachhaltigkeit. Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass ein solches Denken nicht zielführend ist. Wer als Führungskraft an einer langfristigen Wertschöpfung interessiert ist und erfolgreich sein will, muss die Anliegen unterschiedlicher Stakeholder berücksichtigen und finanzielle wie auch nichtfinanzielle Werttreiber im Blick haben. Dies erfordert nicht nur, wesentliche Werttreiber zu identifizieren und daraus Kennzahlen abzuleiten, die mit der Unternehmensstrategie verknüpft sind. Vielmehr ist es erforderlich, ein Performance Management System zu etablieren, das eine Steuerung nach den gewählten Kennzahlen ermöglicht. Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass hierbei eine Erwartungslücke besteht.

Die zentrale Botschaft lautet: Je intensiver Führungskräfte in die Modifikation eines PMS eingebunden sind, umso höher sind dessen Akzeptanz und die Entscheidungsnützlichkeit. Eine höhere Entscheidungsqualität ist wiederum positiv mit der Performance verknüpft. Führungskräfte sollten sich daher fragen, wie es ihnen gelingen kann, alle wesentlichen Aspekte, finanzieller wie nichtfinanzieller Natur, zu berücksichtigen und danach zu steuern. Die Auseinandersetzung damit lohnt sich. Integriertes Denken und Handeln schafft Mehrwert, wirkt einem Silodenken entgegen und macht eine eigene Nachhaltigkeitsabteilung überflüssig: Mittel- und langfristige Wertschöpfung entsteht durch integriertes Denken und Handeln. Dies erfordert ein strategisches Committment des Managements, sodass wesentliche Aspekte eine strategische Anbindung erfahren und nicht in operative Einheiten ausgelagert werden.

Basierend auf einem Fragebogen, den PwC zusammen mit dem Lehrstuhl für Rechnungslegung am Institut für Finanzwissenschaft, Finanzrecht und Law and Economics der Universität St. Gallen erstellt, freuen wir uns, die zentralen Erkenntnisse der Erhebung mitzuteilen. Ziel der St. Galler Wissenschaftler um Prof. Dr. Thomas Berndt und Tobias Müller sowie des Teams von PwC um Peter Eberli und Stephan Hirschi war es, einen detaillierten Einblick in die Ausgestaltung der Performance Management Systeme und in das externe Stakeholder Management der Teilnehmer zu erhalten und Implikationen daraus abzuleiten.

Da vom CEO bis zum Leiter Risikomanagement Führungskräfte aus unterschiedlichen Bereichen an der Umfrage teilgenommen haben und sich die Bandbreite der befragten Unternehmen von einer lokalen Bank bis zum Grosskonzern erstreckt, sehen wir die Umfrage als aussagekräftig für Unternehmen in der Schweiz an. Die am stärksten repräsentierte Branche ist die Finanzbranche mit über 40 %.

Die vorliegende Publikation soll in übersichtlicher Form einen Einblick geben und ist in folgende Kapitel gegliedert:

  1. Private Standardsetzer und Regulierung
  2. Performance Management Systeme
  3. Zusammenhang zwischen finanzieller und nichtfinanzieller Performance
  4. Bedeutung moderner Performance Management Systeme
  5. Nützlichkeit von Standards und Frameworks
  6. Erfolg durch Integrated Thinking und Acting

 

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Ihre Ansprechpartner

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Assurance Partner
Technical Accountant Leader IFRS 17
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Advisory Director
Office: +41 58 792 2789
Email: stephan.hirschi@ch.pwc.com

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Assurance & Advisory Senior Manager
Office: +41 58 792 5215
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