Die revidierte Quellenbesteuerung wird am 01.01.2021 rechtskräftig

Das Parlament hat am 15. Dezember 2016 die Revision der Quellenbesteuerung mit dem «Bundesgesetz über die Revision der Quellenbesteuerung des Erwerbseinkommens» endgültig verabschiedet. Am 11. April 2018 hat nun der Bundesrat die totalrevidierte Quellensteuerverordnung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) verabschiedet. Beide Regelwerke treten am 01.01.2021 in Kraft.

Die Quellensteuerverordnung konkretisiert das verabschiedete Gesetz. Sie enthält kaum Überraschungen gegenüber der Vernehmlassung, die im Dezember 2017 abgeschlossen wurde.

Ist jemand quellensteuerpflichtig und hat er seinen Wohnsitz in der Schweiz, muss er wie bisher (in den meisten Kantonen) bei einer Einkommensgrenze von CHF 120‘000 eine Steuererklärung einreichen (Nachträgliche ordentliche Veranlagung, NOV). Alle anderen in der Schweiz wohnhaften Personen mit einem tieferen Einkommen können das freiwillig beantragen.

Antrag bei Quasiansässigkeit

Bei Wohnsitz im Ausland kann jemand nur einen Antrag auf eine Steuererklärung stellen, wenn er quasiansässig ist. Quasiansässigkeit bedeutet, dass 90 Prozent des Welteinkommens in der Schweiz versteuert werden. Diese 90 Prozent wurden aufgrund von kürzlich gefällten Gerichtsentscheiden relativiert. Dadurch ändert sich gegenüber dem Botschaftsvorschlag auch der Ablauf, wenn ein Quasiansässiger eine Steuererklärung beantragt: Er muss den Antrag innerhalb der gesetzten Frist (31.03. des Folgejahres) stellen. Entschieden wird allerdings aufgrund der eingereichten Steuererklärung.

Die wichtigsten Änderungen in Kürze

» Tarifcodes

Der Tarifcode D (Nebenerwerb) wird aus datenschutzrechtlichen Gründen im Quellensteuerverfahren abgeschafft: Damit sind alle Arbeitgeber einer quellensteuerpflichtigen Person mit mehr als einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit gehalten, die Quellensteuern zum ordentlichen Tarif zu erheben. Dieser wird in der Regel auf 100 Prozent bzw. 180 Stunden pro Monat des Einkommens umgerechnet. Durch die Streichung des Tarifcodes D entfällt auch der Tarifcode O für Grenzgänger Deutschland.

Allerdings verschwindet der Tarifcode D nicht gänzlich, sondern wird noch für einen Sonderfall neu eingesetzt: Für die Rückvergütung von AHV-Beiträgen (mind. 1 Jahr), sofern der Arbeitnehmer definitiv in ein Land auswandert, mit dem die Schweiz kein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat. Dieser Code findet also keine Anwendung mehr für Arbeitgeber, sondern nur noch für die Ausgleichskassen. Ebenfalls nicht durch Arbeitgeber zu verwenden sind die neuen Tarifcodes G und Q. Die im bisherigen Tarifcode D Ziffer 2 erfassten quellensteuerpflichtigen Personen, die vom Versicherer Ersatzeinkünfte beziehen, werden neu im Tarifcode G geregelt. Die Ersatzeinkünfte umfassen Leistungen, die nicht über den Arbeitgeber, sondern vom Versicherer direkt an die quellensteuerpflichtige Person ausbezahlt werden. Der Tarifcode Q bezieht sich auf deutsche echte Grenzgänger in derselben Situation.

» Arbeitnehmer stärker in der Pflicht

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden explizit in die Pflicht genommen. Sie müssen neue Sachverhalte (z.B. Zivilstandsänderung, Geburt von Kindern, Aufnahme/Aufgabe Erwerbstätigkeit des Partners etc.) ihrem Arbeitgeber melden. Dies ist absolut notwendig, damit der Arbeitgeber die korrekten Quellensteuern berechnen und abliefern kann. Trotzdem wird der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer darüber informieren und auf diese Verpflichtung hinweisen müssen.

» Weitere Konkretisierungen erwartet

Mit der Revision werden weitere Verordnungen angepasst, etwa die Expatriateverordnung (ExpaV). Dabei handelt es sich meist um redaktionelle Anpassungen.

Wie die NOV von Amtes wegen von den Steuerämtern umgesetzt wird, ist sehr offen formuliert. Die Kantone verfügen bei der Anwendung dieser Regelung über einen erheblichen Ermessensspielraum. Das zu erwartende Kreisschreiben dürfte hier Klarheit schaffen.

Dieses wird auch viel Konkreteres bezüglich einheitliche Berechnungsmethoden für alle Kantone enthalten. Nur so wird mit der Quellensteuerrevision tatsächlich eine Vereinfachung für die Arbeitgeber erreicht.

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Setzen Sie sich frühzeitig mit DAC6 auseinander

Die Europäische Union führt radikale Massnahmen ein, um steuerlichen Missbrauch zu bekämpfen und mehr Fairness bei der Besteuerung sicherzustellen. Die Transparenz wird weiter erhöht, um potenziell aggressive Steuerplanungsmodelle aufzudecken.

Die geänderten Bestimmungen der EU-Amtshilferichtlinie 2011/16/EU bezüglich des verpflichtenden automatischen Informationsaustauschs im Bereich der Besteuerung über meldepflichtige grenzüberschreitende Modelle (in Kurzform «DAC6») werden für Steuerberater, Dienstleister und Steuerzahler – auch in der Schweiz ansässige Unternehmen und Privatpersonen – weitreichende Folgen haben.

DAC6 sieht zwingende Offenlegungspflichten für bestimmte Steuerplanungsmodelle mit EU-grenzüberschreitenden Elementen vor, sofern der Hauptvorteil solcher Modelle die Erwartung einer geringeren steuerlichen Belastung ist oder andere spezifische Kennzeichen (sogenannte «Hallmarks») gemäss der neuen Richtlinie aufweist. Die Europäische Union wird ein gemeinsames Kommunikationsnetzwerk (Common Communication Network, CCN) einrichten, über das der zwingend vorgeschriebene automatische Informationsaustausch über meldepflichtige, grenzüberschreitende Steuerplanungsmodelle erfolgen soll.

Obwohl die Richtlinie erst am 1. Juli 2020 in Kraft tritt, müssen Steuerzahler und Intermediäre ihre grenzüberschreitenden Steuerplanungsmodelle bereits ab Mai 2018 überwachen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, zu handeln.

Das Wichtigste zu DAC6 im Überblick

Wer? Intermediäre wie Steuerberater, Buchhalter, Banken und Rechtsanwälte, die für ihre Kunden potenziell aggressive Steuerplanungsmodelle mit einem EU-grenzüberschreitenden Element konzipieren, vermarkten, organisieren, implementieren oder zur Implementierung bereitstellen, sowie Personen, die Unterstützung und Beratung diesbezüglich erbringen.

Was? Obligatorische Meldungen seitens Intermediäre (oder Steuerzahler) sowie automatischer Informationsaustausch der Steuerbehörden der EU-Mitgliedstaaten über das gemeinsame Kommunikationsnetzwerk (CCN) bezüglich zahlreicher grenzüberschreitender Steuerplanungsmodelle, an denen Einzelpersonen oder Unternehmen beteiligt sind.

Weshalb? Das primäre Ziel von DAC6 sind die Stärkung der Steuertransparenz und die Bekämpfung aggressiver Steuerplanung. Die Änderungen greifen weitgehend die Elemente von Aktionspunkt 12 des Projekts BEPS auf, welche die Offenlegungspflicht für potenziell aggressive Steuerplanungsmodelle vorsehen.

Wie? Intermediäre müssen potenziell aggressive Steuerplanungsmodelle mit einem grenzüberschreitenden Element den Steuerbehörden des jeweiligen Landes melden, in dem sie ansässig sind. Anschliessend werden die Informationen vom jeweiligen EU-Mitgliedstaat über das gemeinsame Kommunikationsnetzwerk (CCN) vierteljährlich mit allen anderen Mitgliedstaaten geteilt.
Falls der Steuerzahler ein Steuerplanungsmodell selbständig („in-house“) entwickelt oder die Dienstleistungen eines ausserhalb der EU ansässigen Beraters in Anspruch nimmt oder sofern ein „legal professional privilege“ Anwendung findet, hat der Steuerzahler selbst die Steuerbehörden zu informieren.

Intermediäre (oder Steuerzahler), die ihrer Meldepflicht nicht nachkommen, müssen Sanktionen in Kauf nehmen. Die Auferlegung effektiver, angemessener und abschreckender Sanktionen obliegt den EU-Mitgliedstaaten.

Finden Sie mehr Informationen zu DAC6 und ob Sie betroffen sind auf unserer Webseite. Unsere Experten stehen Ihnen gerne zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

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Abänderung des Steuergesetzes

Die aktuellen steuerlichen Entwicklungen auf internationaler und europäischer Ebene (insbesondere Umsetzung von BEPS und ATAD) führen zu einer hohen gesetzgeberischen Dynamik bei den Mitgliedstaaten der OECD bzw. des EU/EWR-Raums. Auch Liechtenstein ist von dieser Entwicklung betroffen. So hat die liechtensteinische Regierung mit Vernehmlassungsbericht vom 20.02.2018 den Prozess für eine weitere Abänderung des Steuergesetzes angestossen.

Hintergrund der vorgeschlagenen Änderungen ist die Zusicherung der liechtensteinischen Regierung an die EU, Defizite des aktuellen Steuergesetzes im Bereich der Unternehmensbesteuerung bis Ende 2018 zu beseitigen. Dies sind insbesondere fehlende Missbrauchsbestimmungen im Zusammenhang mit der Freistellung von Dividenden und Kapitalgewinnen und mit dem Eigenkapital-Zinsabzug. Ebenfalls beanstandet wurde die asymmetrische steuerliche Behandlung von Kapitalgewinnen und Verlusten (bzw. Abschreibungen) auf Beteiligungen.

Die weiteren vorgeschlagenen Änderungen stehen nicht im Zusammenhang mit den von der EU geforderten Anpassungen des Steuergesetzes.


Abbildung: Wesentliche Änderungen im Überblick

Die vorgeschlagenen Anpassungen sollen erstmals für die Veranlagung des Steuerjahres 2019 gelten.

Ausblick

Unter Berücksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen zum Vernehmlassungsbericht arbeitet die liechtensteinische Regierung gegenwärtig einen Bericht und Antrag („BuA“) an den Landtag betreffend die Abänderung des Steuergesetzes aus. Wir gehen davon aus, dass der Landtag den BuA in der Arbeitssitzung im Mai oder Juni 2018 behandelt.

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Wie viel MWST zahlen Sie für 1 Franken Umsatz in der Schweiz?

Ob lästiges Übel oder smarte Compliance, die Mehrwertsteuer (MWST) ist ein Schlüsselthema – neu auch für Unternehmen ohne Schweizer Standort ab dem ersten Umsatzfranken in der Schweiz.

Sie betreiben ein Shuttlebus-Unternehmen mit Sitz im Ausland und führen Personen zu einem Schweizer Flughafen. Oder: Sie sind Küchenbauer in der EU und statten Schweizer Einfamilienhäuser mit den neusten Designs aus. Oder: Sie übernehmen das Event-Catering jenseits der Schweizer Grenzen. Diesen Beispielen ist eines gemeinsam: Sie alle unterstehen seit dem 1. Januar 2018 dem teilrevidierten Schweizer Mehrwertsteuergesetz (MWSTG) – mit weitreichenden Folgen.

Neues für alle Unternehmen ohne Schweizer Standort

Das revidierte MWSTG enthält Änderungen für Ihr Unternehmen ohne Schweizer Standort. Die Pflicht zur Schweizer Mehrwertsteuer (MWST) kann also für Ihr Unternehmen gelten, auch wenn dieses gar nicht hier ansässig ist. Das Schlüsselkriterium liefert die Frage, ob Ihre Leistungen einen Bezug zur Schweiz haben. Das ist grundsätzlich dann der Fall, wenn Ihr Unternehmen Umsätze in der Schweiz erzielt. Damit stellt diese einen Leistungsort für die MWST dar – die Sie bezahlen müssen.

Ab dem 1. Franken dabei

Massgebend für Ihre Steuerpflicht ist nicht Ihr Umsatz in der Schweiz, sondern Ihr weltweiter Umsatz. Setzen Sie mit Ihren Leistungen in der Schweiz weniger als CHF 100’000, aber weltweit mindestens CHF 100’000 um, so sind Sie seit Anfang 2018 ab dem ersten Umsatzfranken in der Schweiz MWST-pflichtig.

Sendungen mit geringem Wert bleiben bei der Einfuhr steuerfrei. Allerdings werden unter dem neuen MWSTG (Online-)Händler, die mit derartigen Lieferungen in der Schweiz einen Jahresumsatz von über CHF 100’000 erzielen, ab dem 1. Januar 2019 steuerpflichtig. Konkret müssen Sie derartige Lieferungen mit der Schweizer MWST fakturieren.

Ab sofort: Schritt für Schritt vorgehen

Bestimmt möchten Sie Ihre Geschäfte in der Schweiz fortsetzen. Dazu brauchen Sie eine intelligente Lösung, die übermässige Kosten und lästige Komplexität verhindert. Wir empfehlen das folgende Vorgehen – am besten recht bald, denn das revidierte MWSTG ist seit Jahresbeginn in Kraft:

  1.  Registrieren Sie sich für die Schweizer MWST und Sie erhalten Ihre Schweizer MWST-Nummer.
  2. Setzen Sie einen verlässlichen Fiskalvertreter ein, der Sie gegenüber der Schweizer Steuerbehörde vertritt.
  3. Registrieren Sie sich für die elektronische Übermittlung der vierteljährlichen Schweizer MWST-Erklärungen.
  4. Reichen Sie die vierteljährlichen MWST-Erklärungen ein.
  5. Behalten Sie sämtliche Korrespondenz mit der Steuerbehörde im Überblick – Ihre Antworten inklusive.

Kluge Lösung mit Smart VAT

Exklusiv für Unternehmen wie Ihres haben wir eine einfache, schnelle Onlinelösung entwickelt: Smart VAT. Mit dieser Plattform nutzen Sie mehrere Vorteile gleichzeitig: Ihre MWST-Registrierung dauert nur wenige Minuten. Danach setzen Sie Ihre Geschäftstätigkeit in der Schweiz nahtlos fort – ganz ohne Sorgen, denn Sie verhalten sich rundum gesetzeskonform. Und schliesslich ist Smart VAT so einfach und benutzerfreundlich wie Online Banking. Übrigens: Die Anmeldung für Smart VAT ist kostenlos. Sie bezahlen einzig eine geringe Jahresgebühr für die Fiskalvertretung.

Hier erfahren Sie mehr über Smart VAT.

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Director, VAT compliance services leader
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Die Steuergesetze des Fürstentums Liechtenstein

Sammlung praxisrelevanter Steuererlasse

Die Ausgabe 2018 wurde vollständig überarbeitet und enthält sämtliche per 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Gesetzesänderungen und relevanten Bekanntmachungen.


Unter anderem wurden die per 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Änderungen im liechtensteinischen Mehrwertsteuergesetz, welche aufgrund der in der Schweiz verabschiedeten Teilrevision notwendig wurden, in dieser Auflage vollumfänglich berücksichtigt. Weiter erfuhr die Steuerverordnung verschiedene Anpassungen insbesondere im Bereich der Steueranrechnung sowie dem Fremdvergleichsgrundsatz, die Übersicht der Doppelbesteuerungs- und internationalen Steuerabkommen wurde aktualisiert und weitere Anpassungen der Steuergesetzgebung sowie verschiedener Merkblätter wurden eingearbeitet.
 
Zudem wurde das Layout angepasst, um das kompakte Nachschlagewerk für den Alltagsgebrauch noch benutzerfreundlicher zu machen. Die Publikation umfasst die wesentlichen praxisrelevanten Steuererlasse inklusive einschlägiger Merkblätter und soll ein Handbuch und Nachschlagewerk für Praktiker mit Bezug zum Fürstentum Liechtenstein sein.

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Radio- und Fernsehgebühren für Unternehmen ab 1.1.2019

Deutlich hat das Schweizer Volk am 4. März 2018 Nein zur No-Billag-Initiative gesagt. Damit werden alle im MWST-Register eingetragenen Unternehmen mit einem weltweiten Umsatz von über CHF 500’000 eine Unternehmensabgabe entrichten müssen. Ob und wie viel Radio und Fernsehen sie empfangen, ist irrelevant. Da die Gebühr an die Registrierung im MWST-Register anknüpft und der weltweite Umsatz relevant ist, kann die maximale Gebühr von CHF 35’590 bei weitem die in der Schweiz anfallende MWST übersteigen.

Die Unternehmensabgabe ab 1.1.2019
Ab 1.1.2019 werden alle im MWST-Register eingetragenen Unternehmen mit einem weltweiten Umsatz von über CHF 500’000 der ESTV nicht nur die MWST, sondern gemäss Art. 70 RTVG auch die Unternehmensabgabe entrichten müssen. Sie bemisst sich nach dem weltweiten Umsatz, wobei die MWST-liche Qualifikation unwesentlich ist. Die Abgabe kennt folgende Abstufung:

Die Verordnung zum RTVG sieht mehrere Möglichkeiten vor, wie die Belastung der Unternehmensabgabe in einem Konzern reduziert werden kann. Wenden mehrere Unternehmen die Gruppenbesteuerung im Sinne von Art. 13 MWSTG an, ist der Gesamtumsatz der Mehrwertsteuergruppe massgebend und nur eine Unternehmensabgabe geschuldet. Zudem kann eine Unternehmensabgabegruppe gebildet werden, wenn sich mindestens 30 Unternehmen zusammenschliessen. Auch in diesem Fall ist nur eine Abgabe auf der Basis des konsolidierten Umsatzes geschuldet. Für die Bildung, Veränderungen im Bestand und die Auflösung der Gruppe gelten die gleichen Grundsätze wie bei der Gruppenbesteuerung.

Da die Unternehmensabgabe an die Registrierung im MWST-Register anknüpft, werden ausländische Unternehmen abgabepflichtig, auch wenn sie in der Schweiz ohne Präsenz (z. B. mit einer Betriebstätte) für Montageleistungen oder für die Erbringung von elektronischen Dienstleistungen registriert sind. Da auf den weltweiten Umsatz abgestellt wird, kann bereits ein minimaler Umsatz in der Schweiz die Unternehmensabgabe bis maximal CHF 35’590 auslösen. Es wäre zu begrüssen, wenn das Bundesamt für Kommunikation BAKOM prüfen würde, ob für solche Unternehmen allenfalls Ausnahmen oder Einschränkungen von der Abgabepflicht geschaffen werden sollen.

Fazit und Empfehlung
Da jede im MWST-Register eingetragene Unternehmung die Abgabe schuldet, sollten Unternehmensgruppen die Konsolidierungsmöglichkeiten jetzt prüfen und allenfalls die Gruppenbesteuerung wählen, auch wenn diese bisher aus Sicht der MWST nicht von Vorteil war.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren persönlichen Berater von PricewaterhouseCoopers oder treten Sie mit unseren MWST-Spezialisten in Kontakt. Wir freuen uns auf Sie.

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Michaela Merz
Partner, Leiterin Indirect Taxes, Zurich
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Dr. Niklaus Honauer
Partner, Indirect Taxes, Zürich
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Umdenken bei steuerlicher Würdigung von Aus- und Weiterbildung

Das neue Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung der berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten (WeBiG) ist auf den 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Dem Gesetz folgten mit Inkraftsetzung per 1. Januar 2017 die entsprechende Verordnung und am 30. November 2017 das Kreisschreiben Nr. 42. Dieses regelt die Ausführung des Gesetzes und klärt Einzelfragen, insbesondere aus Sicht des Steuerkommissärs und weniger aus Sicht des Arbeitgebers.

Angepasstes Bundesgesetz

Durch die Änderungen in der Besteuerung von berufsorientierter Aus- und Weiterbildung mussten diverse Artikel des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer angepasst werden. Neue Artikel kamen hinzu (Art. 17 Abs. 1bis; Art. 27 Abs. 2 Bst. e; Art. 33 Abs. 1 Bst. j; Art. 59 Abs. 2 Bst. e), bestehende Artikel wurden abgeändert (Art. 26 Abs. 1 Bst. c) oder aufgehoben (Art. 26 Abs. 1 Bst. d; Art. 34 Bst. b). Alle Änderungen bringen einen Paradigmenwechsel zum Ausdruck. Demnach gelten Weiterbildungskosten nicht länger als Berufskosten, sondern erhalten eine eigenständige Abzugsfähigkeit.

Paradigmenwechsel: Keine Berufskosten mehr

Neu sind die berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten unabhängig von einer beruflichen Tätigkeit und einem Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit abzugsfähig. Das kann zur Folge haben, dass zum Beispiel die Vollzeitausbildung eines Ehegatten das steuerbare Einkommen des Ehepartners mindert. Weiterhin bleiben nur die eigenen Aus- und Weiterbildungskosten abzugsfähig. Bezahlt also ein Konkubinatspartner die Ausbildung seines Partners, so kann er diese Kosten nicht geltend machen.

Berufsorientiert oder nicht?

Aus- und Weiterbildung ist nur dann abzugsfähig, wenn unter anderem die Schulungsmassnahme berufsorientiert ist. Ziffer 4 des Kreisschreibens 42 definiert berufsorientierte Aus- und Weiterbildung wie folgt:
«Berufsorientierte Aus- und Weiterbildung beinhaltet, durch organisiertes Lernen bestehende berufliche Qualifikationen zu erneuern, zu vertiefen und zu erweitern oder neue berufliche Qualifikationen zu erwerben, um damit die berufliche Flexibilität zu unterstützen. Dabei ist es unerheblich, ob die berufsorientierte Aus- und Weiterbildung zu einer selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbstätigkeit führt. Es spielt auch keine Rolle, ob die berufsorientierte Aus- oder Weiterbildung im direkten Zusammenhang mit der Erzielung des gegenwärtigen Erwerbseinkommens steht (…).»
Aus dieser allgemeinen Definition ergeben sich Abgrenzungsfragen zu individuellen Schulungen wie Berufs-, Studien-, Karriereberatung und Coaching oder zu Anlässen im Bereich Unterhaltung, Erlebnis, Geselligkeit, Sport und Hobby (wie Teambildungsevents, Erste-Hilfe- oder Fahrkurse). Diese gelten auch dann als nicht berufsorientiert, wenn sie ein untergeordnetes Bildungselement enthalten. In solchen Fällen sollten Sie prüfen, ob diese Kosten nicht möglicherweise unter einem anderen Titel abzugsfähig sind, etwa als Berufskosten (Coaching, Berufsberatung, Seminare, wenn ein Bezug zum Erwerbseinkommen besteht) oder als Gesundheitskosten (Sportkurse, die angeordnet oder dringend empfohlen werden).
Das Kreisschreiben erläutert nicht, wie der Arbeitgeber nicht berufsorientierte Aus- und Weiterbildungskosten in der Lohnbuchhaltung behandeln soll – obwohl diese geschäftsmässig oft begründet und als Aufwand akzeptiert sind.

Was ist abzugsfähig?

Grundsätzlich wird bei der Geltendmachung von Steuerabzügen für Aus- und Weiterbildung in erster Linie an die Kurskosten und Prüfungsgebühren gedacht. Diese sind selbstverständlich abzugsfähig. Zudem können weitere Kostenarten in der Steuererklärung geltend gemacht werden, sofern sie entstanden sind: Kursmaterialien, Reisekosten (keine Begrenzung wie bei FABI), Verpflegung, Unterkunft (Ansätze für Wochenaufenthalter) und Werkzeuge (z.B. Computer, Privatanteil!).
Bei der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Kosten berufsorientierter Aus- und Weiterbildung sollten Sie diese auch im Hinblick auf den persönlichen Ausbildungsstand beurteilen. Zum Beispiel können Personen, die unter 20 Jahre alt sind und keinen Abschluss auf Sekundarstufe II haben, keine Aus- und Weiterbildungskosten in Abzug bringen.

Rückerstattung an Arbeitgeber

Muss der Mitarbeiter die berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten, die von seinem Arbeitgeber zunächst (ganz oder teilweise) übernommen wurden, diesem zurückbezahlen (z.B. aufgrund einer Rückzahlungsklausel in der Ausbildungsvereinbarung bei vorzeitigem Stellenwechsel), kann er dafür im Zeitpunkt der Rückzahlung den Abzug gemäss Artikel 33 Absatz 1 Buchstabe j DBG geltend machen. Hat der Arbeitgeber diese Kosten über mehrere Kalenderjahre übernommen, kann der Mitarbeiter im Jahr der Rückzahlung einen Abzug von höchstens jährlich CHF 12’000 in jenem Kalenderjahr geltend machen, in dem die Kosten angefallen sind. Übernimmt der neue Arbeitgeber die Aus- und Weiterbildungskosten, muss zwischen einer abgeschlossenen und einer laufenden Ausbildung unterschieden werden.

Verteilung der Beweislast

Wie üblich muss der Steuerpflichtige, der Abzüge geltend machen will, die Rechtmässigkeit des Abzuges nachweisen. So muss er den Umfang der Kosten belegen und beweisen, dass er diese auch effektiv selber getragen hat. Falls der Lehrgang keinen Zusammenhang mit dem ausgeübten Beruf hat, muss der Steuerpflichtige nachweisen, dass er den Lehrgang zu seiner «beruflichen Qualifikation» besucht hat.

Sozialversicherungen unverändert

Die steuerlichen Änderungen haben keine sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen. Hier bleibt alles gleich. Die Aus- und Weiterbildungskosten müssen mit der beruflichen Tätigkeit des Arbeitnehmers eng verbunden sein, wenn der Arbeitgeber sie trägt. Zum Beispiel könnten vom Arbeitgeber getragene Umschulungskosten zu einer Sozialversicherungspflicht führen, nicht aber zu einer steuerbefreiten Behandlung.

Unter dem Strich

Als Arbeitgeber sind Sie gut beraten, sich mit diesen Details auseinanderzusetzen und Ihre Systeme und Prozesse entsprechend anzupassen. An dieser Stelle weisen wir auf die Veranstaltung «Wissen, was in der Aus- und Weiterbildung läuft» der PwC Academy vom 6. März 2018 hin.

Reduzierte Saldo- und Pauschalsteuersätze

Senkung der Mehrwertsteuersätze ab dem

1. Januar 2018

Das Schweizer Stimmvolk hat am 24. September 2017 die Reform «Altersvorsorge 2020» bekanntlich abgelehnt. Das hat eine Senkung der Mehrwertsteuersätze ab dem 1. Januar 2018 zur Folge: Der Normalsatz sinkt von 8% auf 7,7% und der Sondersatz von 3,8% auf 3,7%. Gleichzeitig reduzieren sich die meisten Saldosteuersätze (SSS) und Pauschalsteuersätze (PSS).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die bisherigen und neuen Steuersätze im Überblick:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Hinblick auf die Steuersatzsenkung sollten Sie die folgenden Punkte überprüfen:

  • Anwendbarer Steuersatz
    Prüfen Sie, zu welchem Steuersatz Sie Ihre Leistung fakturieren. Massgebend ist der Zeitpunkt, zu dem Sie die Leistung erbringen. Für eine Leistung, die im Jahr 2017 erbracht wird, gelten die aktuellen Steuersätze, auch wenn Sie erst 2018 fakturieren. Der neue Steuersatz gilt, wenn Sie eine Leistung im Jahr 2018 oder später erbringen – auch wenn Sie diese bereits 2017 verrechnen.
  • Rechnungsformulare und -vorlagen
    Passen Sie die Steuersätze in Ihren elektronischen Rechnungsformularen und -vorlagen sowie in sämtlichen Systemen an.
  • Offerten, Verträge und Vereinbarungen
    Prüfen Sie, in welcher Form Sie in Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten auf die Mehrwertsteuer hinweisen. Nennen Sie einen fixen Prozentsatz (zum Beispiel inkl./zzgl. 8% MWST), sollten Sie mit der Vertragspartei besprechen, ob der Vertrag angepasst werden soll. Wir empfehlen in Verträgen die allgemeine Formulierung «inkl./exkl. MWST zum aktuell geltenden Steuersatz».
  • Instruktion der Mitarbeiter
    Informieren Sie Ihre Mitarbeiter der Verkaufs-, Einkaufs- und Buchhaltungsabteilung oder eines Shared Service Centers rechtzeitig über die Neuerungen und instruieren Sie diese entsprechend.

Kontakt:

Brigitte Zulauf
TLS Partner
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Paying Taxes 2018

Stabile Steuerbelastung für Unternehmen in der Schweiz

Die Schweiz bleibt mit einer gleichbleibenden Gesamtsteuerrate von 28,8 Prozent weit unter dem weltweiten Durchschnitt von 40,5 Prozent (2017: 40,4 Prozent). Wie in den Vorjahren belegt sie im Vergleich zu den 32 analysierten EU- und EFTA-Staaten Rang 7. Diese und weitere Erkenntnisse zeigt unsere Studie «Paying Taxes 2018», die wir gemeinsam mit der Weltbank veröffentlicht haben.

Noch besteht Digitalisierungspotenzial

Onlineplattformen machen die Steuerabwicklung effizienter, darum haben weitere Länder solche eingeführt. Dadurch konnten die Unternehmen ihren Aufwand für Steuerpflichten um weitere 5 Stunden pro Jahr auf 240 Stunden senken. In den EU- und EFTA-Ländern beträgt der Zeitaufwand heute durchschnittlich 161 Stunden (Vorjahr: 164 Stunden). In der Schweiz wendet ein KMU dafür nach wie vor 63 Stunden auf. Mit 19 Zahlungen belegt die Schweiz unter den EU- und EFTA-Staaten Rang 28 von 32 (wie im Vorjahr).

Zum zweiten Mal in Folge haben wir in unserer Studie den «Post-Filing Index» integriert. Dieser misst den administrativen Aufwand für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer und für die nachträgliche Korrektur einer Steuererklärung bei den Gewinnsteuern. Die Schweiz liegt bei diesem Index innerhalb Europas nur gerade auf Platz 19 (Vorjahr 25). Diese relativ schlechte Platzierung hat zwei Hauptgründe: Einerseits erfolgt bei der Mehrwertsteuer im europäischen Vergleich die Auszahlung von Steuerguthaben vergleichsweise spät. Anderseits ist das Veranlagungssystem bei der Gewinnsteuer eher aufwendig. Eine nachträgliche Korrektur der Steuererklärung durch den Steuerpflichtigen mit einem Rektifikat beansprucht mangels elektronischer Schnittstelle zum Steueramt übermässig viel Zeit. Mit digitalen Hilfsmitteln liesse sich das Steuererklärungsverfahren effizienter gestalten.

Ein Ja und ein Aber

Unsere Studie macht deutlich: Die Schweiz steht international zwar weiterhin gut da. Allerdings darf sie nicht ins Hintertreffen geraten. Fortschritte bei der Digitalisierung und die erfolgreiche Umsetzung der Steuervorlage 17 werden den Schweizer Unternehmen im internationalen Umfeld Rechtssicherheit geben. In der Gesamtbetrachtung der Einfachheit von Steuersystemen bleibt die Schweiz im weltweiten Vergleich auf Platz 19 und in Europa auf Platz 6.

Über die Studie

Mit «Paying Taxes 2018» haben wir anhand eines Muster-KMUs die Steuersysteme von 190 Ländern verglichen. Als Indikatoren dienten uns die Gesamtsteuerbelastung, der Zeitaufwand für die Steuerpflicht und die Anzahl Steuerzahlungen. Mit diesen Kenngrössen haben wir den «Ease of paying taxes» errechnet – kurz: die Einfachheit des Steuersystems. Mit der Gesamtsteuerrate vergleichen wir die Summe aller von einem Unternehmen zu tragenden und zulasten der Erfolgsrechnung zu verbuchenden Steuern und Zwangsabgaben (Gewinn-, Kapital- und Grundsteuern, Stempelabgaben und Verbrauchssteuern sowie Arbeitgeberbeiträge an die Sozialwerke) mit dem Gewinn vor Abzug dieser Steuern. «Paying Taxes 2018» ist hier in Englisch erhältlich.

Zugang zu europäischen Investoren – Liechtensteinische Vertriebsplatformen als Alternative?

SECA Lunch Event, 27. November 2017, 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Online-Anmeldung

Der Vertrieb von Private Equity Fonds aus der Schweiz nach Europa stellt ohne europäisches Standbein ein hindernisreiches Unterfangen dar. In regulatorischer und steuerlicher Hinsicht werden immer höhere Anforderungen an die Vertriebsplattformen in Europa gestellt. Somit stellt sich die Frage, ob für Schweizer Private Equity Fondsmanager auch inskünftig Luxemburg und Irland die dominierenden Distributionshubs sein werden oder ob das benachbarte Liechtenstein eine Alternative darstellen kann. In dieser Lunch-Diskussion/Präsentation werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Vertriebsstandorte diskutiert.

Podiumsteilnehmer

  • Hans Markvoort
    Head of Structuring Private Market, LGT Capital Partners Ltd.
  • Dr. Marc Wicki
    Managing Director, Structuring/Client Solutions, Partners Group AG
  • Stephanie Aldag
    General Counsel Corporate and Regulatory, Schroder Adveq Management AG
  • Peter Ackermann
    Head Legal & Compliance, responsAbility Investments AG
  • Raimond Schuster
    Mitglied der Geschäftsleitung, CAIAC Fund Management AG

Programm

  • 11:00, Registrierung
  • 11:15, Einführung (was sind die Themen bei der Standortwahl?)
  • 11:35, Kurzreferat zum Standort Liechtenstein
  • 11:55, Podiumsdiskussion mit ausgewählten Fondsmanagern
  • 12:45, Schlusswort, Lunch & Networking

Location

Zunfthaus zur Meisen, Münsterhof 20, 8001 Zürich

 

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Martin Meyer
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