Weitreichende Folgen disruptiver Innovationen

Der liechtensteinische Finanzplatz hat in den vergangenen Jahren seine Anpassungsfähigkeit bewiesen, indem er sich mit den Rahmenbedingungen mitverändert hat. Die Akteure der Finanzindustrie betreuen heute mehr Vermögen als vor Ausbruch der Finanzkrise. Die Standortattraktivität für Private Banking und Wealth Management ist ungebrochen. Dabei unterliegt die Branche nicht nur im Fürstentum Liechtenstein einem fundamentalen Wandel. Wichtigster Treiber ist die Digitalisierung. Am stärksten betroffen sind die Banken. Immer mehr sogenannte „digitale Disruptoren“ bieten Bankdienstleistungen an, ohne selbst ein Bankenmodell betreiben zu wollen.

Herausforderung Digitalisierung

Das Verhalten und die Erwartungen der Kunden haben sich entwickelt. Neue Wettbewerber (z.B. FinTechs) und neue Technologien (z.B. Blockchain) verändern das Geschäftsmodell der Banken grundlegend. Die Digitalisierung bietet neue Chancen, schafft aber auch Risiken. Traditionell aufgestellte Banken betreiben ein integriertes Geschäft. Dabei werden selbst entwickelte Produkte über die eigenen Vertriebskanäle vertrieben. Sämtliche Transaktions- und Supportdienstleistungen werden intern erbracht. Im Kontrast dazu ermöglichen neue Technologien eine hohe Standardisierung und damit eine Zerlegung der Wertschöpfungskette. Laut dem PwC Global FinTech Report 2017 wollen 82 % der befragten Studienteilnehmer in den nächsten drei bis fünf Jahren Partnerschaften mit FinTech-Unternehmen eingehen. 77 % gehen davon aus, dass die Blockchain-Technologie bis im Jahr 2020 in ihrem Unternehmen Teil der produktiven Systemumgebung sein wird. Die Banken in Liechtenstein werden sich dieser Entwicklung nicht entziehen können. Sie sind gefordert, die strategischen Handlungsoptionen sorgfältig zu analysieren und die richtigen Massnahmen in die Praxis umzusetzen.

Attraktive Rahmenbedingungen

Die Regierung unterstützt den technologischen Wandel mit dem Programm „Impuls Liechtenstein“ und dem bei der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht (FMA) angesiedelten „Regulierungslabor“. Die FMA verfolgt eine zukunftsgerichtete Regulierung in Übereinstimmung mit europäischem Recht. Das Kompetenzteam des Regulierungslabors berät Finanzintermediäre an der Schnittstelle zwischen Regulierung und Markt. Auf gesetzlicher Ebene sind Anpassungen im Bankengesetz erfolgt, die eine bedarfsgerechte Zulassung von Leistungserbringern erlauben. Zudem bestehen gesonderte gesetzliche Grundlagen für Zahlungs- und E-Geld-Institute. Daneben profitieren Dienstleister und Organisationen von privaten Initiativen, die zur wichtigen Vernetzung der FinTech-Branche in Liechtenstein beitragen.

Intakte Chancen

Die Chancen, den technologischen Wandel zu meistern, sind intakt. Der Finanzplatz Liechtenstein zeichnet sich durch ein grosses Know-how im Finanzbereich, schnelle und kurze Entscheidungswege sowie praxisorientierte Lösungen aus. Dies schafft Stabilität und Rechtssicherheit. Das sind gute Voraussetzungen, um in einer schnelllebigen Zeit auch in Zukunft erfolgreich im Wettbewerb bestehen zu können. Die Finanzintermediäre sind aber mehr denn je gefordert, ihre Anpassungsfähigkeit auch in Zukunft unter Beweis zu stellen.

Kontakt

Martin_Meyer_09723
Claudio Tettamanti
PwC | Partner | Marktleiter Liechtenstein
Office: +423 233 10 02
Mobile: +41 79 696 45 89
Email
PricewaterhouseCoopers GmbH
Austrasse 52 | Postfach | FL-9490 Vaduz

PwC Workshops am Finance Forum Liechtenstein 2018 – Vaduz, Mittwoch, 21. März 2018

Finance 2.0 – Die Finanzbranche im Wandel

Die vierte Ausgabe des Finance Forum Liechtenstein findet am Mittwoch, 21. März 2018, ab 13.30 Uhr in Vaduz statt. Die Finanztagung vernetzt jeweils rund 600 Entscheidungsträger aus der Finanzbranche und bietet hochkarätige Referenten, interessante Workshops und attraktive Networking-Plattformen. Die Tagung widmet sich unter dem Titel „Finance 2.0 – die Finanzbranche im Wandel“ den aktuellen Herausforderungen für die Finanzdienstleister in Liechtenstein und der Schweiz. Hochkarätige Referentinnen und Referenten zeigen auf, welche technologischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Trends bevorstehen und wie die Finanzmarktteilnehmer frühzeitig auf diese Entwicklungen reagieren können.

Im Rahmen des Finance Forum Liechtenstein organisieren wir exklusive Workshops.

Passend zum Tagesthema bietet PwC den Gästen des Finance Forums im Vorfeld drei verschiedene Workshops zu aktuelle Themen an.

Private Wealth in a modern, tax compliant world – Was macht eine Struktur nachhaltig?
– Dr. Markus Neuhaus, Verwaltungsratspräsident, PwC Schweiz und Präsident der Kommission Steuern von EXPERTsuisse
– Dr. Marcel Widrig, Private Wealth Leader und Global Tax Leader UHNWI, PwC Schweiz
– Martin Meyer, Private Wealth and Financial Services Leader, PwC Liechtenstein

FinTech, RegTech und LegalTech – Status Quo und Bedeutung für die Zukunft
– Dr. Günther Dobrauz, Leader Legal, PwC Schweiz

Technology changes everything!? – Chancen und Herausforderungen von „Robotics Process Automation“ und „Process Mining“
– Gerald Gonsior, Partner, Consulting Asset and Wealth Management, PwC Deutschland

Geben Sie bei Ihrer Anmeldung das Thema Ihrer Wahl an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Ich freue mich, Sie am Finance Forum Liechtenstein 2018 und an unserem Workshop begrüssen zu dürfen.

Claudio Tettamanti
Marktleiter Liechtenstein

Übersicht über wichtige aufsichtsrechtliche Projekte im Branchensektor Banken und Asset Management

Dezember 2017

Alle wichtigen aufsichtsrechtlichen Projekte mit Kommentaren zu Inhalten und Änderungen sowie aktuellem Status zu:

    • Bereichsübergreifende Projekte
    • Banken/Effektenhändler
    • Fondsleitungen/Anlagefonds/Vertreter ausländischer kollektiver Kapitalanlagen

Download

Kontakt

Bruno Gmür
Technical Partner Financial Services Banking
PwC Schweiz
+41 58 792 7317
bruno.gmuer@ch.pwc.com

Investmentfonds in Liechtenstein

Praktischer Überblick und rechtliche Grundlage

Im Sommer 2006 haben wir unsere erste Broschüre über liechtensteinische Anlagefonds herausgegeben. Diese und die darauffolgenden Publikationen dienten vielen Praktikern als Nachschlagewerk und erfreuten sich einer sehr grossen Beliebtheit. Seit dieser ersten Publikation sind nun mehr als zehn Jahre vergangen.

Mit der vorliegenden Ausgabe stellen wir Ihnen wieder ein handliches und umfassendes Arbeitshilfsmittel zur Verfügung. Sie erhalten damit einen guten Überblick über den aktuellen Stand der liechtensteinischen Investmentfonds (inkl. Selbstregulierung) und die bewilligungs- und meldepflichtigen Tatbestände. Bei der Wiedergabe der Publikationen der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) und des liechtensteinischen Anlagefondsverbandes (LAFV) beschränken wir uns auf die wichtigsten Dokumente; diese sind in der aktuellsten Version über die Internetseiten (www.fma-li.li bzw. www.lafv.li) abrufbar.

Wir sind überzeugt, dass Ihnen auch die aktuelle Ausgabe von Investmentfonds in Liechtenstein ein nützlicher Begleiter im Alltag sein wird.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere nützliche Informationen wie auch eine regelmässig aktualisierte Onlineversion dieses Buches.

Wir beraten Sie gerne bei der Umsetzung von regulatorischen Fragen und stehen Ihnen für weitere Auskünfte sehr gerne zur Verfügung.

Download

 

WEITERE VERZÖGERUNGEN BEIM FIDLEG UND FINIG

Die Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK-S) hat am 2. November 2017 die Differenzbereinigung beim Bundesgesetz über Finanzdienstleistungen (FIDLEG) und beim Bundesgesetz über Finanzinstitute (FINIG) fortgesetzt.

Bei den meisten Differenzen beantragt die WAK-S die Zustimmung zur Wirtschaftskommission des Nationalrates (WAK-N). Die WAK-S wich jedoch in den folgenden Punkten von der WAK-N ab:

  • die WAK-S möchte eine Ausnahme von der Prospektpflicht für Angebote, welche über 12 Monate berechnet maximal 8 Millionen und nicht nur 2,5 Millionen Franken umfassen (Art. 38 Abs. 1 Bst. e FIDLEG);
  • die WAK-S möchte, dass die Haftung dann entfällt, wenn die notwendige Sorgfalt eingehalten wurde. Es soll also nicht mehr auf das Verschulden abgestellt werden (Art. 72 FIDLEG);
  • die WAK-S möchte, dass das Verfahren vor der Ombudsstelle auch weiterhin kostenlos ist. Dies soll direkt aus dem Gesetz ersichtlich sein, damit der gesetzgeberische Wille klar ist (Art. 78 Abs. 1 FIDLEG);
  • die WAK-S möchte an beiden Bussenartikeln (Art. 92 und 93 FIDLEG) festhalten; und
  • die WAK-S möchte auch bezüglich Mindestkapital und Sicherheiten (Art. 19 FINIG) beim Beschluss des Ständerates bleiben.

Die WAK-S ist bei ihrer Beratung lediglich bis zu Artikel 57 FINIG gelangt. Da die Beratung aufgrund der vielen Differenzen nicht abgeschlossen werden konnte, kann das Geschäft erst in der Frühjahrssession 2018 vom Ständerat behandelt werden. Allfällige danach noch verbleibende Differenzen werden erst in der Sommersession 2018 bereinigt.

Mit einer Inkraftsetzung des FIDLEG und FINIG kann daher frühestens per Sommer 2019 gerechnet werden.

Die Fintech Banklizenz (sog. „Banking license light“) tritt voraussichtlich auch erst mit der Inkraftsetzung des FIDLEG und FINIG in Kraft.

Kontaktieren Sie uns:

Günther Dobrauz
Partner
Leader Legal Schweiz
+41 58 792 14 97
guenther.dobrauz@ch.pwc.com

Tina Balzli
Director
Head Banking, Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 15 54
tina.balzli@ch.pwc.com

Stephanie Kok
Manager
Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 48 94
stephanie.kok@ch.pwc.com

Übersicht über wichtige aufsichtsrechtliche Projekte im Branchensektor Banken und Asset Management

Oktober 2017

Alle wichtigen aufsichtsrechtlichen Projekte mit Kommentaren zu Inhalten und Änderungen sowie aktuellem Status zu:

• Bereichsübergreifende Projekte
• Banken/Effektenhändler
• Fondsleitungen/Anlagefonds/Vertreter ausländischer kollektiver Kapitalanlagen

 

Download

Kontakt

Bruno Gmür
Technical Partner Financial Services Banking
PwC Schweiz
+41 58 792 7317
bruno.gmuer@ch.pwc.com

Neue Schweizer “FinTech”-Regeln: FINMA will Aufsichtspraxis revidieren

1. Revision der Bankenverordnung (BankV)

a) Allgemeines

Am 1. Februar 2017 hat der Bundesrat eine Vernehmlassung zur Modifikation der Schweizer Bankregulierung eröffnet. Ziel der Revision war es, eine angemessene Regulierung für FinTech-Unternehmen zu schaffen, die ausserhalb des traditionellen Finanzsektors operieren, wobei das besondere Risikopotenzial des jeweiligen Geschäftsmodells berücksichtigt werden sollte. Die vorgeschlagene Revision beinhaltete Anpassungen sowohl beim Bankengesetz (BankG) als auch bei der Bankenverordnung (BankV). Die Vernehmlassung dauerte bis im Mai 2017. Am 5. Juli 2017 hat der Bundesrat sodann beschlossen, die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen zu verabschieden, sofern die BankV davon betroffen ist. Das neue Regime ist am 1. August 2017 in Kraft getreten, sodass FinTech-Unternehmen nun bereits von den neuen Regeln profitieren können.

Um den veränderten Rechtsgrundlagen auf Verordnungsebene Rechnung zu tragen, wurde es schliesslich nötig, auch die Praxis der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) anzupassen. Die entsprechende Aufsichtspraxis ist im FINMA-Rundschreiben 2008/3 „Publikumseinlagen bei Nichtbanken“ geregelt („FINMA-Rundschreiben 2008/“). Entsprechend veröffentlichte die FINMA am 1. September 2017 im Rahmen einer öffentlichen Anhörung den Entwurf eines revidierten FINMA-Rundschreibens 2008/3 („rev. FINMA-Rundschreiben 2008/3“). Die Anhörungsfrist dauert bis zum 16. Oktober 2017.

Entwurf des rev. FINMA-Rundschreibens 2008/3

b) Angepasste Vorschriften im Einzelnen
Die angepassten Regeln in der BankV enthalten das Nachfolgende:

(1) Ausnahme für Abwicklungskonten
Eine Ausnahme für Abwicklungskonten wurde geschaffen. Dies soll es Unternehmen erlauben, Gelder während 60 Tagen in einem Abwicklungskonto zu haben, ohne dass ein solches Konto als Entgegennahme von Publikumseinlagen betrachtet wird, was das Vorliegen einer Bankbewilligung bedingen würde (Art. 5 Abs. 3 lit. c BankV). Die bisherige Fassung der BankV enthielt keine derartige 60-Tage-Frist, was zu gewissen Unsicherheiten führte.

(2) Innovationsraum („Sandbox“)
Unternehmen dürfen Publikumseinlagen in der Höhe von bis zu CHF 1 Mio. halten, ohne eine Bankbewilligung beantragen zu müssen („Sandbox“). Entsprechend qualifiziert die Entgegennahme von Publikumseinlagen in einem Betrag von weniger als CHF 1 Mio. nicht als „gewerbsmässig“, was eine Voraussetzung wäre, um in den Anwendungsbereich des BankG zu fallen (Art. 6 Abs. 2 lit. a BankV). Im Rahmen der bisherigen Fassung der BankV galt jede Entgegennahme von Publikumseinlagen von mehr als 20 Personen als “gewerbsmässig“. Gemäss revidierter BankV ist die Anzahl der Personen, von denen Einlagen entgegengenommen werden, belanglos, sofern die Schwelle von CHF 1 Mio. nicht überschritten wird. Ausserdem dürfen die entgegengenommenen Gelder weder investiert noch verzinst werden, sofern bei der Person, die die Einlagen entgegennimmt, keine gewerblich-industrielle Haupttätigkeit vorliegt (Art. 6 Abs. 2 lit. b BankV). Schliesslich müssen die Personen, welche die Gelder zur Verfügung stellen, informiert werden, dass das entsprechende Geschäftsmodell nicht von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) beaufsichtigt wird und dass die Regeln über die Einlagesicherung nicht anwendbar sind (Art. 6 Abs. 2 lit. c BankV). Dieser neue Innovationsraum wird es FinTech-Unternehmen ermöglichen, neue experimentelle Geschäftsmodelle auszuprobieren, ohne unmittelbar eine Bankbewilligung beantragen zu müssen.

2. Inhalt des rev. FINMA-Rundschreibens 2008/3

Die oben dargestellten Änderungen in der BankV sollen nun konsequenterweise auch auf der Ebene der Aufsichtspraxis der FINMA nachvollzogen werden. Entsprechend hat die FINMA am 1. September 2017 den Entwurf des rev. FINMA-Rundschreibens 2008/3 veröffentlicht. Darin werden die neuen Bestimmungen zum Abwicklungskonto und zur „Sandbox“ umgesetzt.

In Ziff. 16 des rev. FINMA-Rundschreibens 2008/3 wird präzisiert, dass die Abwicklungsfrist im Rahmen der Ausnahme für Abwicklungskonten (siehe oben 1.b.[1]) nun 60 Tage beträgt. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Effektenhändler von der Abwicklungsfrist nicht betroffen sind und dadurch nicht eingeschränkt werden. Schliesslich wird klargestellt, dass die Ausnahme bezüglich Abwicklungskonto speziell für Geschäftsmodelle mit „Weiterleitungscharakter“ (z. B. Money Transmitting, Crowdfunding oder Inkasso) geschaffen wurde.

In Ziff. 8.1–8.5 des rev. FINMA-Rundschreibens 2008/3 wird sodann der bewilligungsfreie Raum („Sandbox“) konkretisiert (siehe dazu oben 1.b.[2]).

Dabei stehen insbesondere die nachfolgenden Ausführungen im Vordergrund:

  • Zunächst wird in Ziff. 8.1 des rev. FINMA-Rundschreibens 2008/3 klargestellt, dass der Schwellenwert von CHF 1 Mio. (Art. 6 Abs. 2 lit. a BankV) nicht absolut zu verstehen ist. Ein Unternehmen darf mehr als CHF 1 Mio. entgegennehmen, sofern es zu keinem Zeitpunkt mehr als gesamthaft CHF 1 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber seinen Kunden aufweist;
  • in Ziff. 8.2 rev. FINMA-Rundschreiben 2008/3 wird das Zins- und Anlageverbot behandelt (Art. 6 Abs. 2 lit. b BankV). Wer als Haupttätigkeit nicht eine gewerblich-industrielle Tätigkeit ausübt, darf die entgegengenommenen Gelder weder verzinsen noch anlegen. Die Gelder müssen entsprechend dauernd und liquide auf einem Konto zur Verfügung stehen. Dabei erwartet die FINMA, dass die Gelder auf einem Konto gehalten werden, das von den üblichen Geschäftskonten für den laufenden Betrieb des Unternehmens getrennt ist. Eine „gewerblich-industrielle Tätigkeit“ ist dann anzunehmen, wenn keine Finanzdienstleistung im Finanzbereich erbracht oder vermittelt wird (Ziff. 8.4 rev. FINMA-Rundschreiben 2008/3);
  • die Kunden sind individuell (schriftlich oder in anderweitig nachweisbarer Form) über die Tatsache zu informieren, dass keine Aufsicht und keine Einlagesicherung bestehen (Art. 6 Abs. 2 lit. c BankV). Eine auf der Webseite des Unternehmens aufgeschaltete Mitteilung oder ein Hinweis in den allgemeinen Geschäftsbedingungen genügt dabei nicht (Ziff. 8.3 rev. FINMA-Rundschreiben 2008/3).

3. Zusammenfassung und Ausblick

Insgesamt werden diese innovativen Anpassungen der BankV und die entsprechenden Ausführungen im rev. FINMA-Rundschreiben 2008/3 die Ausübung von Tätigkeiten von FinTech-Unternehmen in der Schweiz erheblich vereinfachen. Zudem ist die Revision der BankV und des FINMA-Rundschreibens 2008/3 ein weiterer Beweis der Entschlossenheit der Schweizer Regierung und der FINMA, die regulatorischen Rahmenbedingungen konstant zu verbessern und neu zu gestalten, um dadurch die Schweiz als zentralen FinTech-Hub zu fördern.

Ihre Ansprechpartner:

Günther Dobrauz
Partner
Leader Legal FS Regulatory &
Compliance Services
+41 58 792 14 97
guenther.dobrauz@ch.pwc.com

Tina Balzli
Director
Head Banking, Legal FS Regulatory &
Compliance Services
+41 58 792 15 54
tina.balzli@ch.pwc.com

Simon Schären
Manager
Legal FS Regulatory &
Compliance Services
+41 58 792 14 63
simon.schaeren@ch.pwc.com

UPDATE: FIDLEG und FINIG auf der Zielgerade: Kommission für Wirtschaft und Abga-ben des Nationalrats (WAK-N) schliesst die Beratung ab – Fahne der Beschlüsse nun verfüg-bar.

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben den Nationalrats (WAK-N) hat die Beratungen zum Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) und zum Finanzinstitutsgesetz (FINIG) abgeschlos-sen. Dies wurde in einer heute veröffentlichten Medienmitteilung bekannt gegeben. Die Vorlage wir somit nun in der Herbstsession durch den Nationalrat beraten. Nachdem der Ständerat FIDLEG und FINIG bereits Ende letzten Jahres verabschiedete, steht die Vorlage nun vor ihrer letzten Hürde.

Inhaltlich ist die WAK-N im Wesentlichen den Entscheidungen des Ständerats gefolgt. Dennoch wich die WAK-N in einigen Punkten vom Beschluss des Ständerats ab. Beim FIDLEG gab es Differenzen bei den Bedingungen für das Erstellen des Prospekts, bei der Haftung für falsche Angaben im Prospekt oder im Basisinformationsblatt sowie bei den Strafbestimmungen. Beim FINIG wich die WAK-N vor allem bei den Bestimmungen im Anhang vom Ständerat ab. Ge-mäss Beschluss der WAK-N sollen die Bestimmungen zum Bankgesetz (BankG), welche sich im Anhang zum FINIG befinden, nicht geändert werden.

Bei einigen Punkten war sich die WAK-N uneinig. Dies betraf insbesondere die Strafbestim-mungen, die Unterstellung der Versicherer und die unabhängigen Vermögensverwalter.
 
Die Fahne zu den Beschlüssen der WAK-N ist nun inzwischen verfügbar (siehe Link).

Kontaktieren Sie uns.

Günther Dobrauz
Partner
Leader Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 14 97
guenther.dobrauz@ch.pwc.com

Tina Balzli
Director
Head Banking, Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 15 54
tina.balzli@ch.pwc.com

Jean-Claude Spillmann
Senior Manager
Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 4394
jean-claude.spillmann@ch.pwc.com

Simon Schären
Manager
Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 14 63
simon.schaeren@ch.pwc.com

FIDLEG und FINIG auf der Zielgeraden

Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) schliesst die Beratung ab

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben den Nationalrats (WAK-N) hat die Beratungen zum Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) und zum Finanzinstitutsgesetz (FINIG) abgeschlossen. Dies wurde in einer heute veröffentlichten Medienmitteilung bekannt gegeben. Die Vorlage wird somit nun in der Herbstsession durch den Nationalrat beraten. Nachdem der Ständerat FIDLEG und FINIG bereits Ende letzten Jahres verabschiedete, steht die Vorlage nun vor ihrer letzten Hürde.

Inhaltlich ist die WAK-N im Wesentlichen den Entscheidungen des Ständerats gefolgt. Dennoch wich die WAK-N in einigen Punkten vom Beschluss des Ständerats ab. Beim FIDLEG gab es Differenzen bei den Bedingungen für das Erstellen des Prospekts, bei der Haftung für falsche Angaben im Prospekt oder im Basisinformationsblatt sowie bei den Strafbestimmungen. Beim FINIG wich die WAK-N vor allem bei den Bestimmungen im Anhang vom Ständerat ab. Gemäss Beschluss der WAK-N sollen die Bestimmungen zum Bankgesetz (BankG), welche sich im Anhang zum FINIG befinden, nicht geändert werden.

Bei einigen Punkten war sich die WAK-N uneinig. Dies betraf insbesondere die Strafbestimmungen, die Unterstellung der Versicherer und die unabhängigen Vermögensverwalter.

Die Fahne zu den Beschlüssen der WAK-N wird in den nächsten Tagen verfügbar sein.

Kontaktieren Sie uns.

Günther Dobrauz
Partner
Leader Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 14 97
guenther.dobrauz@ch.pwc.com

Tina Balzli
Director
Head Banking, Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 15 54
tina.balzli@ch.pwc.com

Simon Schären
Manager
PwC Legal FS Regulatory & Compliance Services
+41 58 792 14 63
simon.schaeren@ch.pwc.com

Übersicht über wichtige aufsichtsrechtliche Projekte im Branchensektor Banken und Asset Management

August 2017

Alle wichtigen aufsichtsrechtlichen Projekte mit Kommentaren zu Inhalten und Änderungen sowie aktuellem Status zu:

  • Bereichsübergreifende Vorhaben
  • Banken/Effektenhändler
  • Fondsleitungen/Anlagefonds/Vertreter ausländischer kollektiver Kapitalanlagen

Download

Kontakt

Bruno Gmür
Technical Partner Financial Services Banking
PwC Schweiz
+41 58 792 7317
bruno.gmuer@ch.pwc.com